Aldingen investiert fast 300 000 Euro in Bewegungspark

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 So soll der urbane Bewegungspark - aus der Vogelperspektive - einmal aussehen.
So soll der urbane Bewegungspark - aus der Vogelperspektive - einmal aussehen. (Foto: Gemeinde Aldingen)
Silvia Müller

Der urbane Bewegungspark in Aldingen kommt – die Gemeinde investiert dafür 294 000 Euro. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend mehrheitlich beschlossen.

Angesichts der Summe haben es sich die Ratsmitglieder nicht einfach gemacht, den Beschluss zu fassen. Der Rottweiler Landschaftsarchitekt Harald Sailer stellte den Entwurf sowie den Leistungsumfang vor. Demnach soll die vorhandene Fläche des bisherigen Skaterplatzes an der Hölderlinstraße umgestaltet werden. Um einen sich am Bedarf der Jugend orientierenden Entwurf vorlegen zu können, wurde in zwei Workshops erarbeitet, was sich die künftigen Nutzer vorstellen. Ergebnis war eine Anlage, die aus einer Pumptrack, einer Calisthenics-Anlage, Parcour-Elementen und einer kleinen Skaterbahn besteht. Ein kleiner Aufenthaltsbereich soll ein wenig Schutz vor Wind, Regen oder auch Sonnenschein bieten.

Die Pumptrack ist eine Bahn für Biker aller Altersklassen, die eine Geländefahrt darstellt. „Die Calisthenics-Anlage ist die Muckibude für draußen“, erklärte Harald Sailer diese Anlage launig aber treffend. Sie geht, entsprechend der Planung, über in einige am Boden liegende Hindernisse, die für Parcour-Sportler eine Attraktion darstellen. Die bisherige Skaterbahn soll in deutlich kleinerem Umfang erhalten bleiben. „Da wollen wir das Rad nicht neu erfinden“, kommentierte der Landschaftsarchitekt.

Der urbane Bewegungspark wird mit einigen Bäumen ansprechend gestaltet werden, die vorhandenen Bänke bleiben, sie können in die Anlage integriert werden. Sailer hat sein Konzept in Zusammenarbeit mit einer Fachfirma entwickelt, ein Unternehmen für Schalltechnik hat die Informationen eingebracht, die nötig sind, um die Anwohner nicht unnötigem Lärm auszusetzen.

Aus den Ausführungen von Sailers ging hervor, dass mit diesem Bewegungspark eine Anlage von hoher Aufenthaltsqualität entstehe, die, wenn sie im kommenden Jahr realisiert wird, im Kreis ein Alleinstellungsmerkmal darstelle. Zu den finanziellen Auswirkungen ging aus dem Beschlussvorschlag hervor, dass für die Umgestaltung des Skaterplatzes für dieses Jahr bereits 120 000 Euro im Haushalt eingestellt wurden. So müssten für das kommende Jahr weitere 180 000 Euro vorgesehen werden.

Die Fragen der Gemeinderäte nach dem Material der Pumptrack und der Skaterbahn, nach dem Verbleib des Basketballkorbs und der Lebensdauer der Anlage waren einfach zu beantworten. Einzig die Kosten bereiteten einzelnen Räten Bedenken. Gemeinderat Peter Keller formulierte den Antrag, ein Alternativangebot einzuholen. Dieser Antrag wurde aufgenommen und besprochen, in der Abstimmung jedoch zuletzt abgelehnt. So lag der Beschlussvorschlag, wie von der Verwaltung formuliert vor, der besagte, dass der Gemeinderat den Entwurf zur Kenntnis nimmt und der Umsetzung 2020 zustimmt. Dieser Beschluss wurde mehrheitlich gefasst.

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