Aixheimer haben einen langen Atem

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 Die Gardemädchen präsentierten eine Parodie auf den Helene Fischer-Hit „Atemlos“.
Die Gardemädchen präsentierten eine Parodie auf den Helene Fischer-Hit „Atemlos“. (Foto: Silvia Müller)
Silvia Müller

Der bunte Abend der Aixheimer Narrenzunft ist am Samstagabend erstmals in der neuen Festhalle gefeiert worden. Bis auf wenige Restplätze war die Veranstaltung ausverkauft. Die Halle mit ihren Vorzügen und Nachteilen war auch Thema einiger Beiträge.

So nahmen sich die Blechbläser-Formation „Gaudibrass Oaxa“ und Sebastian Gruler als Büttenredner vieler Details rund um die Halle an. Die Blechbläser sorgten auch mit ihren fetzigen Titeln gehörig für Stimmung, Sebastian Gruler gab Anekdoten aus dem Dorfgeschehen preis.

Zu Beginn des Abends hielt Zunftmeister Michael Bader einen Rückblick auf das erfolgreich verlaufene Ringtreffen. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, die in irgendeiner Form dazu beigetragen haben; bemerkte aber auch augenzwinkernd, dass er vermute, dass sich manche Eheleute, nach der langen Abwesenheit von zu Hause wegen des starken Engagements um das Ringtreffen, nun wieder ganz neu finden könnten. Das Verhältnis der Eheleute nahmen die „Narrenfrauen“ musikalisch unter die Lupe. Ein bekanntes Thema, neu aufgemacht, ganz zum Vergnügen des Publikums. Sonja Mauch als „Ringtreffen-Fan“ besprach das gesamte Festwochenende aus ihrer Sicht.

Zu dem anspruchsvollen Programm gehörten auch Tänze. Die Junggarde war als erstes an der Reihe, gefolgt von den Gardemädchen. Die konnten als besonderen Erfolg den dritten Platz beim Gardetanzwettbewerb, der in Frittlingen stattgefunden hat, für sich verbuchen. Dementsprechend frenetisch war der Beifall. Genauso umjubelt wurden die Mädchen der Jazztanzgruppe des Turnvereins.

Die „alte A-Jugend“ zeigte, wie man mit Luftpumpen und Bierkästen Klassik- und Walzerklänge umsetzen kann, und beim Narrenmärsche raten waren die Narrenräte gefragt. Die Zunftkapelle hatte zum Brauchtumsabend beim Jubiläum alle 23 Märsche der Mitgliedszünfte einstudiert. Nun spielten sie einen vor, und die Narrenräte sollten erraten, zu welcher Zunft die Klänge gehören. „Ein richtiges Ergebnis bedeutet eine Flasche Sekt für den Narrenrat, ein falsches Urteil einen Kasten Bier für die Musik“, erklärte Gabriel Efinger, der mit blonder Frauenperücke den Schiedsrichter gab. Die Narrenräte hielten sich wacker, so dass sie sich nach fünf Stücken drei Flaschen Sekt erspielt hatten. „Die Musik bleibt durstig und der Narrenrat besäuft sich“, mit diesen Worten gaben sich Gabriel Efinger und die Zunftkapelle geschlagen.

Auch die Vorträge von Maggie Mauch und Karin Hauser, die sich über Wechseljahre Gedanken machten, sowie Ralf Plaumann und Sven Gruler, die den billigen Reizen der Frauen erlagen, sorgten für viel Heiterkeit. Die Gardemädchen luden mit einer Parodie auf den Helene Fischer-Hit „Atemlos“ zum Feiern ein, und nachdem die Zunftkapelle den letzten Marsch gespielt hatte, stand dem auch nichts mehr im Wege. Für die weitere musikalische Unterhaltung sorgten Jerry, Denise und Patrick.

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