Adventsausstellung zeigt „Glaubenszeugen“

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Norbert Schnee gibt Erläuterungen zu der Ausstellung.
Norbert Schnee gibt Erläuterungen zu der Ausstellung. (Foto: Herlinde Groß)

„Glaubenszeugen – Ihr seid das Licht der Welt“. Diesen Titel hat eine Ausstellung im katholischen Gemeindehaus St. Vinzenz von Paul in Denkingen getragen. Sie gehörte zum noch von Papst Benedikt XVI ausgerufenen „Jahr des Glaubens“. Missio Aachen stellte Menschenporträts zusammen, die durch unterschiedliche Schicksale zum Glauben gefunden oder ihn vertieft haben.

„Seinen Glauben zu leben, ist eine Herausforderung. Vielen fällt es schwer, sich in einer zunehmend säkularisierten Welt zu dem zu bekennen, was sie trägt und hält.“ In seiner Erläuterung zur Ausstellung zitierte Norbert Schnee Pater Maasburg: „Glaubenszeugen sind ähnlich wichtig, wie der Kübel fürs Wasserschöpfen. Sie rütteln uns wach und fordern uns heraus.“ Prälat Kramer über die insgesamt zwölf Glaubenszeugen, die auf Stelenwänden abgebildet sind: Diese Glaubenszeugen sind Menschen wie Du und Ich, „doch sie lebten ihren Glauben mit großer Freude im Alltag und geben ihm ein Gesicht.“

Die Besucher der Ausstellung waren berührt von der dargestellten Mutter Teresa, die sich selbst ganz zurückgenommen und für andere und ihren Glauben gelebt hat. Gewaltigen Eindruck machte die Geschichte des Zulu-Mädchens Zanele. Sie wurde mit neun Jahren vergewaltigt und mit HIV infiziert. Zuflucht fand das Mädchen in einem katholischen Kinderschutzzentrum. Mit Hilfe ihrer Betreuerin lernte sie, den selbstzerstörerischen Hass zu überwinden. „Vergebung tat mir gut, Vergebung ließ mich aufatmen“, wird Zanele in der Ausstellung zitiert. Den Straßenkindern, die sie als Sozialarbeiterin in einem der gefährlichsten Stadtteile von Durban betreut, wird sie zur Zeugin einer Hoffnung, die nie stirbt.

Patricia Kelly beeindruckt

Fasziniert waren die Besucher auch von der Lebensgeschichte der bekannten Sängerin Patricia Kelly von der berühmten „Kelly Family“. Alle Preise, die ein Musikerherz nur begehren kann, erhielt sie durch ihre Erfolge. Dann wurde sie schwer krank. „Heute sehe ich die Krankheit als Geschenk.“ Ihren spirituellen Weg hat sie bereits gefunden. Der Glaube sei für sie nicht abstrakt, denn ihre Begegnung mit Gott habe ihr Leben völlig unerwartet verändert. Heute unterstützt sie Ordensleute, die ihren Dienst an den Ärmsten der Armen verrichten.s

Wer sich Zeit nahm, diese Ausstellung zu besichtigen, erfuhr von außergewöhnlichen Menschen. Längst nicht alle sind so bekannt wie der Heilige Vater. Doch alle haben einen Weg gefunden, ihren Glauben auf eindrucksvolle Weise zu bezeugen, zitierte Norbert Schnee in seinen Erläuterungen.

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