Wasserzweckverband will fast drei Millionen Euro investieren

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 Bürgermeister Armin Reitze (rechts) verabschiedete Hubert Frick, Walter Ruggaber, Otto Schoch, Elvira Reichert und Ernst Muffle
Bürgermeister Armin Reitze (rechts) verabschiedete Hubert Frick, Walter Ruggaber, Otto Schoch, Elvira Reichert und Ernst Muffler (von links) aus dem Verband Wasserversorgung rechts der Donau. (Foto: Rimmele)
Winfried Rimmele

Die konstituierende Sitzung des Zweckverbands „Heuberg-Wasserversorgung rechts der Donau“ hat im Sitzungssaal im Rathaus von Neuhausen ob Eck stattgefunden. Der Wirtschaftsplan für 2020 und 2021 wurde gebilligt. Dieser sieht Investitionen in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro vor.

Ein kurzer historischer Rückblick durch Armin Reitze besagt, dass die erste Versammlung am 20. August 1898 stattfand und der Verband 121 Jahre alt sei. Die Vertreter der sieben Verbandsgemeinden Buchheim, Emmingen-Liptingen, Inzigkofen, Leibertingen, Messkirch, Neuhausen ob Eck und Sigmaringen bestätigten den Verbandsvorsitzenden, Leibertingens Bürgermeister Armin Reitze, in seinem Amt. Reitze hat den Posten seit 15 Jahren inne. Neuhausens Bürgermeister Hans-Jürgen Osswald wurde als Stellvertreter bestätigt sowie die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden, die kraft Gesetzes Mitglied des Verbandes sind, für eine weitere Amtsperiode von fünf Jahren gewählt. Sieben Mitglieder wurden vom Vorsitzenden verabschiedet und geehrt.

Am Wasserkraftwerk im Talhof sollen 1,1 Millionen Euro investiert werden. Das Wasserkraftwerk produziert Strom für den eigenen Bedarf. Darüber hinaus wird der nicht benötigte Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Damit diese Anlage auch weiterhin nach ökologischen Gesichtspunkten weiter betrieben werden darf, muss der Verband nach EU-Recht eine Durchgängigkeit für Fische gewährleisten. Eine Alternative sei der Rückbau des Wehrs, was aber nicht im Sinne der Verbandsgemeinden wäre. Mit dem zusätzlichen Bau einer Wasserkraftschnecke am bestehenden Kraftwerk könne die Anlage nicht nur an 240, sondern sogar an 300 Tagen im Jahr Strom produzieren.

Die zweite große Investition von rund 1,8 Millionen Euro sei der Bau eines neuen Hochbehälters, der die bisherigen „Oberer Kreuter“ und „Pfaffenbühl“ auf der Gemarkung Leibertingen ersetzen soll. Dieses Vorhaben könne, so Reitze, nur verwirklicht werden, wenn die beantragten Fördermittel bewilligt werden.

Trotz der Investitionen werde der durchschnittliche Wasserpreis von 1,16 Euro pro Kubikmeter unverändert bleiben. Der Verband liefere Wasser an die Mitgliedsgemeinden, nicht an den Endverbraucher. Die Festlegung des Wasserpreises an die Endverbraucher werde durch die Mitgliedsgemeinden festgelegt.

Die Zusammenarbeit mit dem Nachbarverband „Hohenberg-Wasserversorgungsgruppe“ sei weiterhin gut, so Reitze. Über weitere Kooperationsmöglichkeiten wie Nutzung einer Enthärtungsanlage der Hohenbergruppe würden in Zukunft Gespräche geführt werden müssen. Mit einer Eigenkapitalausstattung von rund 57 Prozent sei der Verband für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Der trockene Sommer 2018 war mit über 709 000 Kubikmetern Trinkwasser ein rekordverdächtiges Jahr.

Aus dem Zweckverband „Heuberg-Wasserversorgung rechts der Donau“ wurden verabschiedet: Otto Schoch (Emmingen-Liptingen), Christian Wolf (Leibertingen), Hubert Frick, Ernst Muffler, (Elvira Reichert (alle Messkirch), Walter Ruggaber (Neuhausen ob Eck) und Klaus-Peter Bürkle (Sigmaringen). Der Verwaltungsrat setzt sich wie folgt zusammen: Die Bürgermeister Armin Reitze (Leibertingen), Hans-Jürgen Osswald (Neuhausen ob Eck), Claudette Kölzow (Buchheim), Joachim Löffler (Emmingen-Liptingen), Bernd Gombold (Inzigkofen) und Marcus Ehm (Sigmaringen). Neue Verbandsvertreter sind: Ralf Bonacker (Emmingen-Liptingen), Thomas Frick (Leibertingen), Birgitta Amann, Angela Andres, Egon Stehmer (alle Messkirch), Wolfram Nestel (Neuhausen ob Eck) und Peter Herr (Sigmaringen).

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