Eines von drei Übungsteilen war ein Verkehrsunfall mit zwei geretteten Personen.
Eines von drei Übungsteilen war ein Verkehrsunfall mit zwei geretteten Personen. (Foto: Winfried Rimmele)
Winfried Rimmele

Als gemeinsame Jahresabschlussübung ist am Samstagnachmittag eine große Schauübung, an der 60 Feuerwehrleute der drei Neuhauser Abteilungen teilnahmen, abgehalten worden. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz ist. Gleich mehrere Szenarien wurden vorgeführt.

Eine große Anzahl von Zuschauern, unter ihnen Bürgermeisterstellvertreter Markus Seeh, Ortsvorsteher, Gemeinde- und Ortschaftsräte sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Jürgen Zeller verfolgten die Übungsabläufe, deren Verläufe von Gesamtkommandant Wolfram Nestel über Lautsprecher kommentiert wurden. Die Leitung der Übung hatte der Neuhauser Abteilungskommandant Bastian Lepschy.

Der erste Übungsteil: Brand eines Schuppens unterhalb der evangelischen Kirche. Die Jugendfeuerwehr unter Leitung von Tobias Breinlinger und Florian Rentschler stellte ihre Übung vor. Elf junge Feuerwehrleute bauten mittels LF 16/2 eine Wasserversorgung auf, wobei das Kuppeln der Schläuche sowie der Transport der schweren Schläuche eine Herausforderung für die jungen Feuerwehrleute darstellte. Sie legten mehrere Leitungen und löschten einen fiktiven Schuppenbrand. Viel Applaus bekam die junge Wehr für ihren zügigen und routinierten Übungsablauf.

Das zweite Szenario: Fahrzeugbrand in der Tiefgarage des Rathauses mit Rauchausbreitung in das Gebäude. Drei Personen sind verletzt und werden in der Tiefgarage oder im Gebäude vermutet.

Nach dem Eintreffen am Einsatzort ließ der Gruppenführer den Angriffstrupp mit Pressluftatmer ausrüsten. Nach der Erkundung der Einsatzstelle erhielten zwei Angriffstrupps den Befehl zur Personensuche in der Tiefgarage. Mit den 600 Litern im LF 8/6 der Schwandorfer Wehr wurde der erste Löschangriff gestartet. Die Worndorfer Wehr verlegte eine Schlauchleitung zur Wasserentnahme aus dem Scheffoldbrunnen (300 000 Liter Fassungsvermögen). Nachdem zwei verletzte Personen aus der Tiefgarage geborgen und an den Rettungsdienst übergeben wurden, musste eine Person, die sich verletzt auf den Balkon des Rathauses gerettet hatte, mit einer vierteiligen Steckleiter gerettet werden.

Der dritte Übungsteil stellte einen Verkehrsunfall dar: An der Kreuzung Blumen-/Schillerstraße stieß ein Fahrzeug mit einem 40 Tonner-Lkw zusammen. Der schwerverletzte Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und konnte erst, nachdem mit der Rettungsschere das Fahrzeugdach abgetrennt worden war, geborgen werden. Der schwerverletzte Fahrer wurde mit der Krankentrage geborgen und bis zum Eintreffen des Rettungswagens betreut. Der unter Schock stehende Fahrer wurde durch die Rettungssanitäter betreut.

Nach dem Aufräumen gab es einen gemeinsamen Abschluss im Feuerwehrgerätehaus in Neuhausen ob Eck. Das Zusammenspiel und die Zusammenarbeit zwischen den drei Abteilungswehren und dem Roten Kreuz hätten „einen hervorragenden Eindruck“ hinterlassen, war das Kompliment vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Jürgen Zeller. Bürgermeisterstellvertreter Markus Seeh sagte, dass sich die Bürger auf eine „so schlagkräftige und gut ausgebildete Truppe“ auch im Ernstfall verlassen könnten.

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