Heiter und lustig ging es beim Bunten Abend der Schwandorfer Burgwichtel zu.
Heiter und lustig ging es beim Bunten Abend der Schwandorfer Burgwichtel zu. (Foto: W. Rimmele)
Winfried Rimmele

Sportliche Fitness im hohen Alter, Zirkusluft mit Clowns und Magierin, Klimawandel sowie Haarwäsche für den Mann haben die Schwandorfer Narren beim Bunten Abend der Burgwichtel im vollbesetzten Bürgersaal geboten. Die musikalische Unterhaltung mit Licht-Show-Effekt für das närrische Volk präsentierte die Band „Wolfram & Sohn“.

Nach schwungvollem Auftakt der Band begrüßten Narrenpräsident Thomas Zenger und „Bajas“ Gregor Fischer in schmuckem Outfit die Narrenschar zu einem Abend mit närrischen Darbietungen, Tanz und Unterhaltung.

Beim ersten Programmpunkt stellten die „Dingelding-Jungs“ an drei mehr oder weniger freiwilligen Kandidaten Schätzfragen. „Wie viele der anwesenden 250 Besucher haben ein „Arschgeweih“. Zwei mutige Frauen meldeten sich, doch das „Arschgeweih“ blieb verborgen. Während Hartmut Jäger die Show moderierte, suchten Dominik Stehmer, Timo Niebel und Jochen Hermann bei den Gästen die Antworten.

Die drei Dorfdolen, Sieglinde Füssel, Simone Kästle und Tina Binder zeigten im Zirkus „Bürgle“ sowohl magische Zauberkünste als auch internationale Seilakrobatik. Doch die aus Paris stammende Primaballerina nutzte das Hochseil zum Wäsche aufhängen.

Die „Lackladies“ begaben sich auf „Plastik-Shopping-Tour“. Mit den vielen Plastiktüten von Nord nach Süd war der Plastikmüll so „Real“, dass „wir nicht blöde sind“ und allen Müll auf den „Saturn“ schießen. Flott, knackig wurden die „GG (Geile Garde) angekündigt. Doch zuerst betraten elf gebrechliche Frauen die Bühne. Als die Musik erschallte, verwandelten sich die alten Damen in eine fetzige Showtanzgruppe. Aus Gehstöcken und Krücken wurden Fitnessgeräte. Beim Hüfte kreisenden Tanz war von Gebrechlichkeit nichts mehr zu spüren.

Flott und knackig, wie angekündigt, fegten die elf „Grazien“ über die Bühne. Nach der Sauerstoffmaske und der Stärkung durch einen „Burgwichtel-Kräuterschnaps“ legten sie wieder einen flotten Tanz aufs Parkett. Als Zugabe wurden noch die Männer auf die Bühne geholt und „geschwoft“ was das Zeug hielt.

Die Moderatoren warnten beim nächsten Programmpunkt die Gäste in den vorderen Reihen, es könnte ziemlich nass und ungemütlich werden. Und sie sollten recht behalten. Beim „Synchron-Haarewaschen“ wurden nicht nur die Haare nass. Mit Schwung und Elan wuschen sich vier gestandene Mannsbilder gegenseitig und im Takt ihre Haare. Dabei wurden nicht nur die Akteure nass, sondern das Wasser spritzte meterweit durch den Saal. Als Zugabe wurden noch zwei weitere Männer eingeseift.

Gregor Fischer hatte als Clown kurzfristig ein Stück einstudiert, das er gekonnt in witziger Form vorführte. Die Moderatoren Thomas Zenger und Gregor Fischer machten sich über den Klimawandel und die Demonstrationen ihre Gedanken. „Schwandorf ist klimaneutral“, hieß es. „Bei uns gibt es keine Biotonnen mehr, dafür gibt es öfters wieder Eintopf.“ Und die Schüler könnten bei „Fridays for future“ ruhig demonstrieren, da der Unterricht wegen Lehrermangel sowieso ausfalle.

Nach dem abwechslungsreichen Programm mit illustren Gästen wurde bis weit nach Mitternacht getanzt und die Bar bis in die Puppen frequentiert.

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