Das Johann Strauß Festival Orchester mit Sopranistin Jaqueline Noparstak brennt ein musikalisches Feuerwerk ab.
Das Johann Strauß Festival Orchester mit Sopranistin Jaqueline Noparstak brennt ein musikalisches Feuerwerk ab. (Foto: Winfried Rimmele)
Winfried Rimmele

Mit „Wien, Du Stadt meiner Träume“ hat das Johann Strauß Festival Orchester beim Neujahrskonzert der Gemeinde die Herzen des Publikums im Sturm erobert. Mehr als 100 Liebhaber der klassischen Musik waren in den Sitzungssaal im Rathaus in Neuhausen ob Eck gekommen. Das Ensemble gastierte bereits zum sechsten Mal in der Gemeinde.

Zum Neujahrskonzert war das Salonorchester mit sieben Musikern – fünf Streichern sowie einem Trompeter und einem Klavierspieler – angereist, die allesamt verschiedenen baden-württembergischen Orchestern angehören. Kontrabassist Jean-Paul Mathé verstand es, auf charmante Weise und mit viel Witz und Humor durchs Programm zu führen und Informationen an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen.

Die amerikanische Sopranistin Jaqueline Noparstak, die als Stargast angekündigt war, ließ nicht nur die Männerherzen höher schlagen, sondern brachte auch die weiblichen Besucher zum Staunen.

Der Violinensolist Ren Kubelik, der mit seiner Geige gewissermaßen zu einer Einheit verschmolz, entfachte ein Feuerwerk von Liebesgrüßen mit „Salut d` amour“ von Edward Elgar.

Eine musikalische Liebeserklärung an Wien

„Der Wiener Frauen Marsch“ von Franz Lehár verbreitete Wiener Charme und bei Jaqueline Noparstaks „Meine Lippen, die küssen so heiß“ ging die markante Stimme durch Mark und Bein. „Bitte laufen Sie nicht weg“, kündigte Jean-Paul Mathé den „Nachtschwärmer Walzer“ von Carl Michael Ziehrer an. Das Orchester machte neben dem Instrumentalstück mit Gesang und Pfeifgeräuschen die Nacht zum Tage.

Der erste Konzertteil war geprägt von der Liebe zur österreichischen Hauptstadt Wien mit der blauen Donau, dem Prater, in dem die Bäume blühen, und dem „Wiener Frauen Marsch“ von Franz Lehár. Bei der „Pizzicato Polka“ wurden die Instrumente nicht nur gestreichelt, sondern auch gezupft. Mit dem „Seufzer Galopp“ von Johann Strauß ging es in die wohlverdiente Pause für das Orchester, für die beanspruchte Sopranstimme und für die Besucher, die sich stärken konnten.

Ungarischer Volkstanz und Trompetensolo begeistern

Im zweiten Teil hörte Jaqueline Noparstak die „Zigeunergeigen“ von Emmerich Kálmán aus der Operette „Gräfin Mariza“. Mit einem Trompetensolo von Carl-F. Schmidt ging die Post ab, da beim Trompetenecho „Die Post im Walde“ von Heinrich Schäffer die lyrischen Passagen eindrucksvoll in Szene gesetzt wurden.

Mit „Csárdás“ von Vittorio Monti wechselte das Orchester in die Stilrichtung des ungarischen Volkstanzes und hatte nun auch die letzten Zuschauer in seinen Bann gezogen.

Mit nicht enden wollendem Applaus forderten die begeisterten Zuhörer Zugabe um Zugabe – die gerne gewährt wurde. Mit „Spanischer Marsch“ und „Summertime“, einer Arie aus der Oper „Porgy and Bess“ von George Gershwin, ging ein musikalisches Neujahrsfeuerwerk zu Ende. Den Höhepunkt erreichte das Neujahrskonzert mit dem „Radetzky Marsch“, der durch rhythmisches Klatschen der Besucher begleitet wurde.

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