Neuhausener müssen mehr fürs Abwasser zahlen

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 Die Abwassergebühren in Neuhausen ob Eck steigen 2020 an.
Die Abwassergebühren in Neuhausen ob Eck steigen 2020 an. (Foto: Tobias Rehm)
Winfried Rimmele

Der Neuhauser Gemeinderat hat einstimmig die Wasser- und Abwassergebühren für das kommende Jahr festgesetzt. Bei der Kalkulation und Neufestsetzung der Wasser- und Abwassergebühren hat der Rat beschlossen, die Wasserversorgungsgebühren bei 1,85 Euro pro Kubikmeter für das kommende Jahr beizubehalten. Die Abwassergebühren steigen hingegen.

Die Grundgebühr für einen Wasserzähler wurde bei 31,20 Euro im Jahr belassen. Die Schmutzwassergebühren im Bereich der Kanalisation betragen bisher pro Kubikmeter 1,10 Euro und werden um 40 auf 70 Cent pro Kubikmeter reduziert. Die Schmutzwassergebühren im Bereich der Kläranlagen werden von 1,70 Euro pro Kubikmeter auf 2,80 Euro erhöht. Somit ergibt sich ein Betrag von 3,50 Euro pro Kubikmeter Abwassergebühren.

Die Niederschlagswassergebühren sinken von 34 auf 28 Cent pro Quadratmeter. Bei der Bemessungsgrundlage für die Niederschlagswassergebühren wurde eine versiegelte Fläche von 329 000 Quadratmetern zugrunde gelegt. Dies ergibt für einen Vier-Personen-Haushalt bei einer versiegelten Fläche von 180 Quadratmetern (Einfamilienhaus) und einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von 150 Kubikmetern eine Erhöhung von 90,70 Euro jährlich, also 7,56 Euro monatlich.

Mit der mechanischen Entwässerung sowie mit dem Abtransport und der thermischen Verwertung des Klärschlamms von den gemeindlichen Kläranlagen wurde die Firma Herbert Schilling aus Tuttlingen beauftragt. An den Kläranlagen fallen jährlich zwischen 2500 und 3900 Kubikmeter Nassklärschlamm an. Durch eine mobile Schlammpressanlage wird eine Trockensubstanz von unter 30 Prozent erreicht. Die verbleibende und zu entsorgende Klärschlammmenge beträgt jährlich je nach Anfall zwischen 260 und 415 Tonnen. Mit den neuen Konditionen werden die Kosten um drei Prozent im kommenden Jahr und um zwei Prozent im darauffolgenden Jahr auf 107,70 Euro pro Tonne beziehungsweise 110,08 pro Tonne steigen.

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