Der Fotograf Alexander Frick vor zwei Bildern seiner Faces-Serie.
Der Fotograf Alexander Frick vor zwei Bildern seiner Faces-Serie. (Foto: Valerie Gerards)
Valerie Gerards

Der Tuttlinger Fotograf Alexander Frick stellt einige seiner Werke unter dem Titel "different faces" in der Gärtnerei Dangel in Neuhausen ob Eck aus.

Zur Herbst- und Allerheiligenausstellung werden die Fotografien aus der Faces-Serie sowie Landscape-Fotografien im "Haus der Ideen" am Samstag, 13. Oktober, von 8 bis 13 Uhr und Sonntag, 14. Oktober, von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen sein. Die Einzelausstellung läuft noch bis zum 31. Oktober.

In jedem Raum ein anderes Fotomotiv

Im ersten Raum im "Haus der Ideen" stehen die Landscape-Fotografien auf schwarzen Staffeleien - am Eingang fällt sofort die schwarz-weiß-Fotografie mit dem Titel "The other Planet" ins Auge. Sie wirkt wie eine Zeichnung, plastisch, fast dreidimensional. Der Effekt wird noch verstärkt, weil das Foto nicht hinter Glas liegt. Das Papier sei ganz entscheidend, erklärt Frick, dessen Perfektionismus sich ganz offensichtlich nicht nur auf die Bildbearbeitung erstreckt: Jede Art von Foto verlange auch eine andere Art Papier, um das beste Ergebnis zu erzielen.

"Blue Ocean", eine Fotografie von der Zugspitze in Richtung Allgäu, mutet hingegen wie ein Aquarell an. Der Fine-Art-Print "Moonshine" wirkt indessen wie künstlich hinterleuchtet – eigentlich war es ein Schnappschuss vom Witthoh aus, bei dem Frick glücklicherweise das passende 17-Millimeter-Objektiv dabei hatte, um die rot glühenden Alpen und das Weltall mit dem Mond gleichzeitig einzufangen.

An den Wänden hängen seine typischen Panoramabilder, die er mit großer Brennweite und trotzdem extrem hochauflösend aufgenommen hat; einige hatte Frick bereits bei seiner ersten Ausstellung im Januar 2017 im Immendinger Brennerhof gezeigt. Hier hängt unter anderem das Panorama "Thunderstruck", das der Tuttlinger Unternehmer und Wissenschaftler Prof. Michael Ungethüm für seine Weihnachtskarten 2017 verwendet hat – Alexander Frick versteckt nicht seine Freude darüber, dass Ungethüm auch dieses Jahr wieder ein Fotomotiv von ihm wählen wird.

Im zweiten Raum zeigt sich dann, was der Fotograf mit seiner Hasselblad kann. Die Bilder zeigen Frauenköpfe, in eine Platte eingebaut, die sich spiegeln, mit Milch übergossen werden, in einem Käfig stecken oder mit Stacheldraht umwickelt sind. Mal ist der Blick wahnsinnig, mal traurig, mal lasziv, immer intensiv. Die Stimmung variiert zwischen weich-sanft und hart-brutal, je nach Lichtsteuerung, ob die Platte und das Studio weiß oder schwarz sind. So entstehen überdeutliche Gesichter, deutlicher als die Realität.

Neben den Landschaften sind es ausschließlich Frauen, die Alexander Frick fotografiert. "Ich habe die Bilder fertig im Kopf, und das fertige Bild könnte ich mir mit einem Mann nicht vorstellen."

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