Borkenkäfer und Trockenheit machen Neuhauser Wald zu schaffen

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 Eingeschlagenes Holz wartet auf den Abtransport.
Eingeschlagenes Holz wartet auf den Abtransport. (Foto: Winfried Rimmele)

Der Bericht zum Gemeindewald und der Bewirtschaftsungsplan für 2019 sind vom Gemeinderat mehrheitlich angenommen worden. Begonnan hatte die öffentliche Sitzung mit einer Gedenkminute an den kürzlich verstorbenen ehemaligen Bürgermeister und Ehrenbürger Walter Renner.

Der Neuhauser Gemeindewald wird im Forstwirtschaftsjahr 2018 voraussichtlich einen Gewinn von 61 000 Euro erzielen. Das Ergebnis werde um 19 000 Euro niedriger ausfallen als im Planansatz vorgesehen. Dies sei trotz der extremen Trockenheit und enormen Borkenkäferbefall aber noch ein respektables positives Rechnungsergebnis, erfuhr der Gemeinderat vom Neuhauser Revierleiter und Gemeinderatsmitglied Harald Müller.

Durch die lange extreme Trockenheit konnte sich der Borkenkäfer mit bis zu vier Käferfluggenerationen vermehren. Die Trockenheit führte auch dazu, dass von den über 7500 Jungpflanzen über ein Drittel vertrocknet seien und wieder neu gepflanzt werden müssen. Die Gemarkung Neuhausen ob Eck sei am stärksten von allen Gemeinden im Landkreis betroffen.

Derzeit werde nur auf Bestellung Holz eingeschlagen und das Augenmerk liege auf das Fällen und Vermarkten von Käferholz. Allerdings sei die Lage am Holzmarkt nicht zu prognostizieren, da auch das Sturmholz in Südtirol auf den Markt dränge und der Holzmarkt derzeit gesättigt sei.

Im kommenden Jahr will die Gemeinde 3800 Festmeter Holz einschlagen. Dies entspreche der in der Forsteinrichtung jährlich vorgesehene Menge. Insgesamt rechnet die Gemeinde im kommenden Jahr im Forstbetrieb bei Gesamteinnahmen von rund 265 000 Euro und Ausgaben von rund 185 000 Euro mit einem Überschuss von 80 000 Euro. Dabei investiert die Gemeinde in Kulturen, Bestandspflege, Erschließung der Waldwege und Schutzfunktionen insgesamt über 30 000 Euro.

Voraussetzung sei allerdings, dass sich die Holzmarktlage wieder verbessere und die Witterung und der Borkenkäfer den Forstwirten keinen Strich durch die Rechnung machen. Der Gemeinderat stimmte dem Bewirtschaftungsplan bei einer Enthaltung einstimmig zu.

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