Big Band-Sound füllt fünf Stunden die Homburghalle

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Die Big Band lud zum Tanzen in die Homburghalle ein.
Die Big Band lud zum Tanzen in die Homburghalle ein. (Foto: Winfried Rimmele)
Winfried Rimmele

140 Liebhaber des Big Band-Sounds haben den Weg in die Homburghalle gefunden: Zum 15. Mal stand der „Tanz im Herbst“ mit der Oliver Schulz Big Band an. Die Musiker eröffneten mit dem Musikstück „Let me entertain you“ eine lange Ballnacht. Bei typischer Tanzmusik einer Big Band und klassischem Swing füllte sich nach zögerlichen Beginn zunehmend die Tanzfläche.

Zahlreiche Tanzpaare nutzten die Gunst der Stunde, das Erlernte im Tanzkurs nach Jahren aufzufrischen, oder brachten den Spaß am Tanzen zum Ausdruck. Musik verbindet Generationen: Die 18-jährige Carinna Schulz und der 78-jährige Hans Keller spielten auf dem Saxophon neben- und miteinander, sowohl als Solisten als auch im Duett. Deutsche Schlager, Pop- und Rock-Arrangements, Musicals und Evergreens hatte die Oliver Schulz Big Band auf Lager.

Das Gesangs-Duo Martina Schlegel und Berthold Stahl brachte mit Charme und stimmlicher Ausstrahlung die bis dahin schon ausgelassene Stimmung zum Überkochen. Aus Martina Schlegel wurde Tina (Turner), die mit „Simply the best“ zu einer Rockröhre mutierte. Berthold Stahl fragte als Gigolo („Just a gigolo“), ob es zur Kürbiscremesuppe auch ein bisschen Sahne sein dürfe („Aber bitte mit Sahne“). Auf der vollen Tanzfläche wechselten die Tanzpaare ihre Tanzschritte von Rumba, Jive über Tango, Samba zum Wiener Walzer.

Höhepunkt war die Mitternachtsshow der Big Band mit dem Gesangs-Duo. Uwe Schaz kündigte eine Zeitreise durch die Epochen der Big Band-Musik an. Mit Glenn Miller begann in der 30-er Jahren die legendäre Big Band-Ära. Mit „Moonlight Serenade“ und „In the mood“ erinnerte die Band an den großartigen Musiker Glenn Miller. Die Reise setzte ihre Fahrt nach Deutschland und Italien fort, wo die Big Band-Musik in den 50er und 60er Jahren mit James Last, Bert Kaempfert oder Domenico Modugno einen Hype auslöste. Und dass Big Band-Musik auch heute nicht „out“ sei, zeigte die Band mit „It`s a Beautiful Day“ von Michael Bublé.

Mit dem deutschen Vertreter der modernen Big Band-Musik, dem 2016 verstorbenne Rocer Cicero, ging die Zeitreise mit „Fraun regieren die Welt“ in die Gegenwart. Das Reiseziel vor den Augen des begeisterten Publikums war mit Frank Sinatra erreicht. Mit „My way“ oder „New York, New York“ erinnerten die Bandmitglieder an die Legende des Schauspielers und Sängers. Das Gesangsduo Martina und Berthold fragte „Quando, Quando“ von Michael Bublé und Nelly Furtado. Mit weiteren Musikstücken und zahlreichen Zugaben ging ein fünfstündiges Mammutkonzert zum Tanzen, Genießen und Schlemmen mit langanhaltendem Beifall zu Ende. Die Musikkapelle Neuhausen hatte die Bewirtung und die Ausschmückung der Halle übernommen.

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