Florian Ott und Bastian Lepschy (von links) wurden zu Brandmeistern befördert.
Florian Ott und Bastian Lepschy (von links) wurden zu Brandmeistern befördert. (Foto: Winfried Rimmele)

Die Freiwillige Feuerwehr mit den Abteilungen Neuhausen, Schwandorf und Worndorf hat im Feuerwehrgerätehaus in Neuhausen die Hauptversammlung abgehalten. Der Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neuhausen, Bastian Lepschy und der Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Worndorf, Florian Ott wurden zum Brandmeister befördert.

„Der Ausbildungsstand der Gesamtfeuerwehr ist auf einem hohen Niveau und jedes Jahr werden weitere Kameraden in Lehrgängen auf Kreisebene oder an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal ausgebildet“, so Kommandant Wolfram Nestel bei seinen Rückblick auf die vergangenen 30 Monate. Stark angestiegen seien die Kosten für den Atemschutz, so Nestel. Dies führe er neben den Pflichtübungen auf ein gesteigertes Interesse am Brandcontainer und Notfalltraining zurück.

Der Feuerwehrbedarfsplan und die Entschädigungssatzung für Feuerwehrangehörige, die vom Gemeinderat beschlossen wurden, garantiere die Einsatzbereitschaft der Gesamtwehr hinsichtlich des Personals und Materials. Alle drei Abteilungen werden in den kommenden fünf Jahren mit neuen Fahrzeugen ausgestattet. Im Haushalt 2019 seien 37 000 Euro für die Feuerwehrabteilungen bereitgestellt. In absehbarer Zeit stehe ein Helmaustausch an. Weitere Informationen über die Einsätze der Abteilungswehren waren dem Bericht von Schriftführer Florian Ott sowie den Aufzeichnungen der Abteilungskommandanten Elmar Winter (Schwandorf), Florian Ott (Worndorf) und Bastian Lepschy (Neuhausen) zu entnehmen. Die derzeit 97 Feuerwehrangehörige (davon vier Frauen) hatten 85 Einsätze.

Hilfsfristen wurden eingehalten

Im Berichtszeitraum seien die Einsätze um über 50 Prozent gefallen. Die meisten Einsätze waren neben zahlreichen Brandeinsätzen die technische Hilfe bei Verkehrsunfällen, Bergen von Verletzten und Toten und Beseitigen von Ölspuren. Die Aus- Fort- und Weiterbildung der Feuerwehrmänner und der Jugendfeuerwehr kam nicht zu kurz. So sind Lehrgänge auf Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal zu Maschinisten und Atemschutzgeräteträgern besucht worden.

Von der Alarmierung bis zum Eintreffen des ersten Fahrzeuges vergehen im Schnitt acht Minuten, wobei die gesetzliche Hilfsfrist von zehn Minuten immer erreicht werde. Durch die durchschnittliche Tageseinsatzstärke von 20 Feuerwehrleuten seien die Einsätze personell gut zu bewältigen, so Lepschy. Eine abteilungsübergreifende Truppe mit Gruppenführer Elmar Winter hatte das Leistungsabzeichen in Gold erfolgreich abgelegt. Jugendfeuerwehrwart Tobias Breinlinger berichtete über den Personalstand der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr. 18 Jugendliche, davon vier Mädchen sind derzeit in der Jugendfeuerwehr. Vier Jungfeuerwehrkameraden wechselten in die aktive Feuerwehr. Die Kinderfeuerwehr, in der derzeit 15 Kinder ab sechs Jahren mit Spaß und Freude an die Feuerwehr durch die Fachberaterin der Feuerwehr, Christiane Fuchs und Feuerwehrfrau Julia Gerst herangeführt werden, sichere auf lange Sicht den Nachwuchs für die Feuerwehr, sagte Breinlinger. Vier Kinder sind in die Jugendfeuerwehr gewechselt.

Lob für Jugendarbeit

Bürgermeister Hans-Jürgen Osswald dankte den Feuerwehrkameraden für den uneigennützigen und ehrenamtlichen Dienst. Eine Jugendfeuerwehr für alle drei Abteilungen zeige, dass die Feuerwehr inzwischen zu einer Gemeinschaft verschmolzen sei. „Die Feuerwehr wächst über die Jugend zusammen“, ergänzte Osswald. Nur eine gut ausgebildete und ausgerüstete sowie motivierte Feuerwehr könne ihren Auftrag effizient und schnell erfüllen. Dafür habe der Gemeinderat mit seinen Beschlüssen dazu beigetragen. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Ernst Heinemann, dankte der viertgrößten Feuerwehr im Landkreis für ihren Einsatz und lobte vor allem die Jugendarbeit.

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