VfL fängt sich in Tübingen vier Buden

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Der Fußball-Landesligist VfL Mühlheim hat das Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten SSC Tübingen mit 0:4 (0:0) verloren. Nach dem 6:0-Hinspielsieg musste sich die Elf von Trainer Maik Schutzbach in Tübingen über ungenutzte Chancen und individuelle Fehler ärgern.

Der VfL begann stark aufzuspielen. Dem Gastgeber war die Nervosität nach der Hinspiel-Klatsche deutlich anzumerken. Allerdings schaffte es Mühlheim in seiner druckvollen Anfangsphase nicht, drei hochkarätige Chancen im Gehäuse der Tübinger unterzubringen. Die Schutzbach-Truppe hatte das Spiel im Griff, doch auch zwei weitere Tormöglichkeiten ließ der Gast bis zur Pause ungenutzt. Torlos ging es in die Halbzeitpause.

Mit mehr Elan und einem Plan kam der Gastgeber dann aus der Kabine, stand tief und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Fast aus dem Nichts fiel dann die Führung für den SSC. Eine Flanke aus dem Halbfeld bekam VfL-Keeper Markus Gerstner nicht zu fassen, Tübingens Stürmer Markos Chatziliadis (55.) bedankte sich mit einem Kopfball zum 1:0. Nur drei Minuten später klingelte es wieder im Kasten des VfL. Ein überhastet weggeschlagener Ball landete sofort in den Reihen der Tübinger, die den Spielzug mit einer schnellen Einzelaktion im Strafraum zum 2:0 durch Florian Schachtschneider abschlossen.

Der Doppelschlag zeigte Wirkung bei Mühlheim. „Mit zwei individuellen Fehlern und hergeschenkten Toren geben wir das Spiel aus der Hand. Und nach dem 0:2 ist uns nix mehr eingefallen“, haderte VfL-Trainer Maik Schutzbach. Seine Mannen ließen die Köpfe hängen, bekamen keinen Zugriff mehr auf das Spiel, das sie bis vor Minuten noch kontrolliert hatten. „Und dann war es verkehrte Welt wie im Hinspiel, als wir 6:0 gewonnen haben und uns alles gelungen ist. Da war Tübingen auch keine sechs Tore schlechter als wir“, sagte Schutzbach, der verletzungsbedingt nicht auflaufen konnte.

Beim 3:0 in der 78. Minute tanzte SSC-Goalgetter Markos Chatziliadis drei Abwehrspieler im VfL-Sechszehner aus und schob locker ein. Schon lange vor dem 4:0 durch Tübingens Giuliano Dambone Sessa war für Mühlheim das Spiel gelaufen. „Die Niederlage wurmt gegen einen direkten Konkurrenten, vor allem, weil wir in der Lage waren, das Spiel zu gewinnen. Wir waren heute keine vier Tore schlechter als Tübingen. Aber unterm Strich haben sie verdient gewonnen“, sagte VfL-Coach Schutzbach. Das freie Osterwochenende wollen die Donautäler nutzen, um sich zu erholen und die Wunden zu lecken.

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