„Trifolie“ amüsiert mit visueller Comedy

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 Das Trio in 40 verschiedene Outfits – egal ob als Kapitän, Ganove, als Fräulein oder als Sportler.
Das Trio in 40 verschiedene Outfits – egal ob als Kapitän, Ganove, als Fräulein oder als Sportler. (Foto: Simon Schneider)
Simon Schneider

Dem Comedy-Trio „Trifolie“ ist am Freitagabend in der Festhalle in Mühlheim ein extravaganter Auftritt gelungen, bei dem kein Auge der Zuschauer trocken geblieben ist.

Das Trio „Trifolie“ in Form von Jasper Schmitz, Axel Vandenabeele und Oliver Sproll hatten viele Lacher im Gepäck. Dafür verwandelte sich die Bühne mehrmals, noch häufiger das Outfit der drei. Während ihres Auftritts schlüpften sie in insgesamt 40 verschiedene Klamotten, egal ob als Kapitän, Ganove, als Fräulein oder als Sportler.

Zwischen den einzelnen Szenen, wurde es finster in der Festhalle. Innerhalb weniger Sekunden ging es raus aus dem Wasser und hinein in das Leichtathletik-Stadion. Ein 100-Meter-Lauf war angesagt - das zumindest erzählte die Stimme aus dem Hintergrund.

Sportlich blieb es auch beim Fußball. Im Mittelpunkt stand Torwart Rudi – einer zwischen „Depp und Held des Tages“, wie er von der Stimme bezeichnet wurde. Er knallte gegen den Pfosten, wurde mit Klopapier beworfen, stellte beim Freistoß millimetergenau die Mauer und trotz all seiner tollpatschigen Bemühungen schallte es durch die Festhalle: „Einer geht noch, einer geht noch rein“. Mehrmals fischte er den Ball aus dem Netz. Treffsicher war die Ironie der drei Jungs jederzeit.

Einen Ball oder ein Tor als Equipment benötigte das Comedy-Trio nicht auf der Bühne. Dank einer erstklassig in Szene gesetzten Parodie fiel es dem Publikum nicht schwer, sich den Rest im Kopf vorzustellen.

Unterhaltung ganz ohne Equipment

Mit der gekonnt eingesetzten Mimik und Gestik an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit packten die drei Hauptakteure einen obendrauf. Alle Szenen stimmten sie mit den passenden Klangeffekten und verschiedenen Songs ab.

Aus ihrer Mischung aller Zutaten entstand Comedy, die sich positiv von anderen abgrenzt – visuelle Comedy.

Zwei lebende Billardkugeln und ein Queue waren in einem lustigen Zusammenspiel dafür verantwortlich, dass die Mühlheimer beim Zuschauen Tränen in den Augen hatten. Die weiße Billardkugel bekam wie üblich den Queue ab, geisterte wild auf der Bühne herum. Da half der weißen Kugel auch kein Kopfeinziehen. Die Nummer acht in Schwarz amüsierte sich dafür umso mehr.

Es folgte eine Szene, die wohl die allermeisten im Saal kannten: Man schläft tief und fest und plötzlich surrt eine Stechmücke.

Das Katz- und Mausspiel begann auf der Bühne. Ihren Spaß hatten die Zuschauer schon beim Anblick dieses Flugobjekts. Mit zwei Sieben auf den Augen und einem Trichter auf der Nase, der als Stachel fungierte, piekte die menschliche Mücke mehrmals zu und schlief letztlich bei seinem Opfer unter einer Decke ein. Viele weitere Szenen, wie beim Fechten oder auf der Titanic – und das immer in den passenden Kostümen, waren ein Garant für einen unterhaltsamen, lustigen und durchweg gelungenen Comedy-Abend, der deutlich mehr Zuschauer verdient gehabt hätte.

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