Steuerungstechnik wird bis Anfang Oktober erneuert

Lesedauer: 5 Min
Die Verbandskläranlage der vier Kommunen Böttingen, Kolbingen, Mahlstetten und Mühlheim in Mühlheim ist für rund 11 000 Einwohne
Die Verbandskläranlage der vier Kommunen Böttingen, Kolbingen, Mahlstetten und Mühlheim in Mühlheim ist für rund 11 000 Einwohner ausgelegt. Seit Jahren liefert die Anlage gute Klärwerte ab. (Foto: Waibel)
wlw

Die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Donautal-Heuberg, dem die Gemeinden Böttingen, Kolbingen, Mahlstetten und Mühlheim angehören, ist in der Festhalle Mühlheim harmonisch über der Bühne gegangen.

Die von der Verbandsversammlung im April 2019 vergebene Erneuerung der Steuerungstechnik kann zeitlich nicht wie geplant umgesetzt werden. „Corona bedingt“, so der Verbandsvorsitzende Bürgermeister Jörg Kaltenbach, müsse die Fertigstellung jetzt bis Anfang Oktober verlängert werden. Die Betriebssicherheit sei ebenso gewährleistet, wie auch die Wichtigkeit, dass keine Mehrkosten entstehen.

Bei der Verbandsversammlung im April des vergangenen Jahres hat der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes, Jürgen Hilscher, der Versammlung empfohlen, eine Machbarkeitsstudie für die Entnahme von Spurenstoffen in Auftrag zu geben). Dafür ist ein Pauschalhonorar von rund 16 000 Euro sowie weitere 3600 Euro für die Spurenstoffanalytik bereitzustellen. Dafür hat die Verbandsversammlung einen Zuschussantrag gestellt, der im Anfang des Jahres mit 9800 Euro oder 50 Prozent bewilligt wurde. Der Auftrag ist an das Büro Jedele + Partner vergeben worden. Nach Aussage des Verbandsvorsitzenden Jörg Kaltenbach sei bis Anfang September mit den Ergebnissen zu rechnen.

Zur Feststellung des Jahresergebnisses von 2018 stellte der Verbandsvorsitzende in einem detaillierten Bericht dazu fest, dass Erträge und Aufwendungen bei rund 383 000 Euro gelegen sind. Das sind 3000 Euro oder etwa 0,8 Prozent mehr als im Wirtschaftsplan eingestellt. Das Ergebnis sei „eine sehr saubere Planung unseres Verbandskämmerers Gebhard Läufer“, stellte Jörg Kaltenbach zufrieden fest. Der Schuldenstand des Abwasserzweckverbandes lag zum Jahresende 2018 bei 117 000 Euro. Durch Conora bedingt hat der Verwaltungsrat den Jahresabschluss im Umlaufverfahren vorberaten und der Verbandsversammlung Zustimmung empfohlen.

Anschließend wurde der Wirtschaftsplan für das Wirtschaftsjahr 2020 verabschiedet. Im Erfolgsplan stehen im Wesentlichen eine Kostenfortschreibung in den zentralen Positionen Klärschlamm, Personal und Strom. Ein einmaliger Kostenfaktor mit rund 15 000 Euro ist der Austausch der Belüfter für das zweite Belebungsbecken, das 15 000 Euro kostet. Dies ist auch ein wesentlicher Grund für die Erhöhung des Gesamtvolumens um 12 000 Euro gegenüber dem Vorjahr. Das Wirtschaftsjahr ist im Vermögensplan geprägt durch die weitere Finanzierung der Optimierung der Elektro- und Steuerungstechnik. Zudem müsse aus Gewässerschutzgründen eine neue, zuverlässige Schlammentleerpumpe angeschafft werden. Diese sei im Vermögensplan veranschlagt, sagte Jörg Kaltenbach. Zum Schluss seines Berichts hatte der Verbandsvorsitzende ein dickes Lob an die drei Klärwärter Thomas Buschle, Maik Cerkez und Johannes Schrödinger sowie an den Verbandskämmerer Gebhard Läufer für die gute und zuverlässige Arbeit parat.

In seinem informativen Bericht zur Entwicklung im Bereich der Abwasseraufbereitung durch den Leiter des Wasserwirtschaftsamtes, Jürgen Hilscher, bestätigte der Wasserwirtschafts-Chef der Verbandskläranlage in Mühlheim „einen guten Zustand“. Man liefere immer gute Werte und gute Arbeit ab. Hilscher stellte Maßnahmen im Bereich der Spurenstoffelimination vor. Diese sei noch eine freiwillige Sache. Er empfahl den Entschluss, den Filter zu bauen. Auch darum, weil es derzeit noch einen Extrazuschuss von 20 Prozent gibt. Für den verhinderten Stefan Schuler vom Büro Jedele + Partner berichtete der Verbandsvorsitzende Jörg Kaltenbach, die Betriebsbetreuung durch das Büro habe ergeben, dass die Anlage derzeit gut aufgestellt ist. Die Belüfter im Klärwerk müssten erneuert werden, was Kosten in Höhe von 15 000 Euro einzuplanen sind. Bisher sei kein Störfall angezeigt worden.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen

Leser lesen gerade