Stadtkapelle reist musikalisch nach Afrika

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 Die einzelnen Register der Stadtkapelle Mühlheim waren beim traditionellen Frühjahrskonzert gefordert.
Die einzelnen Register der Stadtkapelle Mühlheim waren beim traditionellen Frühjahrskonzert gefordert. (Foto: Waibel)
Wilfried Waibel

Das traditionelle Frühjahrskonzert der Stadtkapelle Mühlheim hat unter dem Motto „Afrika“ gestanden. In wochenlanger Vorbereitung haben es die drei Formationen – Bisle Kids, Jugendkapelle und Gesamtorchester – geschafft, einen für die Blasmusik einzigartigen Konzertabend darzubieten. Den beiden Hauptverantwortlichen, Vorsitzender Jörg Eichwald und Dirigent Antal Fenyvesi, ist es gelungen, ein Konzert der Extraklasse zu präsentieren.

Mit dem „Afrika“-Konzert hat sich ein Großteil der Mühlheimer Orchestermitglieder einen geheimen Musikwunsch erfüllt. Alle Musizierenden traten in Höchstform auf. Mit zum Gelingen beigetragen hat die in Spaichingen wohnende kenianische Künstlerin Dorcas Kessler, die der Stadtkapelle beim Ausschmücken der Festhalle half und so zahlreiche Bilder aus ihrem Atelier der Öffentlichkeit zeigen konnte. Der Stadtkapelle ist der musikalische Einblick in ein „besonderes Land“ trefflich gelungen.

So fremd war „Siyahamba“ der Bisle Kids zum Konzertauftakt einigen Konzertbesuchern nicht. In den vergangenen Jahren war dieses Zulu-Lied immer wieder vom ökumenischen Projektchor bei Auftritten in der evangelischen Christuskirche zu hören. Die zehn Kinder unter der Leitung von Jörg Eichwald bewältigten fast mühelos ihren Programmteil, ehe die Jugendkapelle unter der Stabführung von Antal Fenyvesi die Bisle Kids ablöste. Mit dem Tongemälde über die Sahara, den „Urlaubsfantasien“ von Bert Kaempfert zu einer Safari war es „Juba“ (zu Deutsch „sprechende Trommel“), eine gekonnte Darbietung, die dem gesamten Schlagwerk der Jugendkapelle alles an Musikalität abverlangte.

Fast mühelos schwenkte das Hauptorchester unter der Leitung von Antal Fenyvesi mit ihrem Konzertteil auf die Zielgerade des Abends ein. Schon mit „African Symphony“ spielte sich die Stadtkapelle in die Herzen der Konzertbesucher. Einer der Höhepunkte war zweifelsohne die Komposition „Baba Yetu“, eine gelungene Vertonung des suahelischen Textes vom „Vater unser“. Dabei übernahmen Eva-Maria Wettki und Nadine Dilger den gefühlvollen gesanglichen Part. Nicht fehlen durften „The Lion King“ oder „König der Löwen“, wobei die Geschichte des kleinen Löwen Simba musikalisch von der Stadtkapelle nachgezeichnet wurde. Mit „Jungle Fantasy“ ging es in den Dschungel Afrikas, wobei das Schlagwerk der Stadtkapelle mit einem effektvollen Einsatz besonders gefordert war.

Der fast nicht enden wollende Beifall zeigte vor allem dem Orchester und seinem Dirigenten, dass sie einen wunderbaren Konzertabend gestaltet hatten. Die von allen drei Formationen gegebenen Zugaben wurden dankbar angenommen. Bestens informiert wurden die Konzertbesucher von Lena Wachter (Bisle Kids), Hanna Biselli (Jugendkapelle) und Jule Butsch mit ihrem Cousin Benjamin (Stadtkapelle) über die jeweiligen Beiträge.

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