Spiel eins nach Trainer-Rauswurf

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Auf Max Drössel (links) muss der VfL Mühlheim in Pfullingen verzichten.
Auf Max Drössel (links) muss der VfL Mühlheim in Pfullingen verzichten. (Foto: HKB)

Das sportliche Beben ist am VfL Mühlheim nicht spurlos vorbeigegangen. Nach dem Rauswurf der Erfolgstrainer Andreas Probst und Ingo Röhrer (wir berichteten) richtet der Fußball-Landesligist seinen Blick nun aber auf das nächste Spiel beim Tabellenzweiten VfL Pfullingen (Samstag, 15.30 Uhr).

Die Situation, nachdem die Mühlheimer Mannschaft vor dem Mittwoch-Training von der Ablösung des bisherigen Trainergespanns erfahren hatte, sei schwierig gewesen, gibt Maik Schutzbach, der interimsweise die Betreuung der Mannschaft übernommen hat, zu. „Wir konnten nicht einfach zum Alltag übergehen“, sagt der 32-Jährige, der nach auskurierter Verletzung als Spielertrainer selbst auflaufen will. Nach und nach habe sich die Kommunikation innerhalb der Mannschaft aber verbessert. „Die Mannschaft hat super trainiert. Alle haben voll mitgezogen“, blickt Schutzbach zufrieden auf die ersten beiden Trainingseinheiten unter seiner Ägide. „Die Jungs haben sich freigespielt.“

Ob der Ballast für die Spieler – hervorgerufen durch die Trennung von Probst und Röhrer – notwendig gewesen ist, bleibt vonseiten der Abteilungsleitung unbeantwortet. Den sportlichen Mahlstein von vier Niederlagen hatte der VfL bereits eine Woche zuvor pulverisiert, indem die Donautäler unter den vorherigen Coaches das Kellerduell gegen den SSC Tübingen 6:0 (4:0) gewonnen hatten.

Für Schutzbach zählt persönliche Entwicklung der Spieler

Den Rückenwind aus dem Kantersieg haben die VfL-Kicker vor der nächsten Aufgabe nötig. Schließlich ist Pfullingen ein heißer Anwärter auf den Aufstieg. „Das ist ein Brett“, macht Schutzbach keinen Hehl daraus, dass Mühlheim klarer Außenseiter ist. Aber, so der drittliga-erfahrene Schutzbach: Das Spiel beim aktuell Dritten FC Holzhausen habe gezeigt, dass „auch gegen solche Gegner etwas möglich ist.“ Dafür müsse die Mannschaft aber alles „reinwerfen, an sich glauben und einen guten Tag erwischen.“

Taktisch will der Interimstrainer nicht alles über den Haufen werfen, auch wenn er schon das eine oder andere ändern will. Was genau, sagt er – um dem Gegner nicht zu viele Informationen preiszugeben – nicht. Auch das reine Ergebnisdenken lehnt er ab. Die persönliche Entwicklung der Spieler stehe über allem. „Ich freue mich zu sehen, wie sich unsere Spieler gegen diese Gegner schlagen. Am Auftritt sieht man, woran man arbeiten kann.“

Im Vergleich zum 6:0 gegen Tübingen werden Umbauarbeiten in der Anfangself der Mühlheimer aber notwendig. Dreifachtorschütze Max Drössel ist studienbedingt verhindert. Simon Bauer, Jan Kupferschmid und Tim Specker sind krank oder verletzt. Zudem steht hinter dem angeschlagenen David Schmid (Adduktoren) noch ein größeres Fragezeichen.

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