Sanierung des Wasserhochbehälters startet

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 Begonnen haben die Arbeiten am Wasserhochbehälter oberhalb der Festhalle.
Begonnen haben die Arbeiten am Wasserhochbehälter oberhalb der Festhalle. (Foto: Waibel)
wlw

Der Mühlheimer Hochbehälter Ettenberg oberhalb der Festhalle wird saniert. Dieser Tage hat die Firma Orth & Schöpflin GmbH aus Waldshut-Tiengen mit den Arbeiten der beiden Wasserkammern des Hochbehälters begonnen. Die Sanierungsarbeiten sollen bei normalem Witterungsverlauf bis Ende April abgeschlossen sein.

Solange ist jeweils nur eine Kammer in Betrieb. Die Bevölkerung der Oberstadt sowie die sporttreibenden Vereine auf dem Ettenberg müssen in dieser Zeit sparsam mit dem Wasser umgehen.

Der Hauptumfang der Sanierungsarbeiten liegt im Bodenbereich der beiden Kammern. Beim Anbohren des Fliesenbelags wurde festgestellt, dass sich unter den Fliesen unter Spannung stehendes Wasser befindet. Der Estrich unter den Fliesen ist porös und speichert Wasser. Das sich unter den Fliesen befindende Wasser bietet einen potenziellen Nährboden für bakterielle Verunreinigungen. Weiterer Sanierungsbedarf ergibt sich an den Wänden, Stützen und Deckenflächen. so muss eine neue Beschichtung angebracht werden. Erfreulicherweise sei die Betonfestigkeit überdurchschnittlich hoch und die Bewehrung nicht in Gefahr zu korrodieren.

Wie die gesamte Neustrukturierung der Wasserversorgung hat das Büro IMS Ingenieure GmbH, Hechingen, die Sanierung geplant und ausgeschrieben. Bei einer Vergabesumme von 125 618 Euro netto können rund 20 000 Euro gegenüber der Kostenschätzung eingespart werden. Der Gemeinderat hatte die Vergabeentscheidung bereits im Oktober getroffen.

Den Abschluss der Investitionen in einer Gesamthöhe von 3,5 Millionen Euro soll die städtische Wasserversorgung für den fortschreitenden Klimawandel rüsten und zugleich eine hohe Wasserqualität garantieren. Zentrale und kostenintensive Maßnahmen wie die Erneuerung der kompletten Steuerungs- und Messtechnik wurden bereits umgesetzt. Gleiches gilt für die beiden Druckerhöhungsanlagen für die Hochdruckzone Oberstadt sowie das Sportgelände Ettenberg. Mit Hilfe einer betontechnologischen Untersuchung wurde der Zustand des 1992 errichteten Behälters detailliert erhoben, um den konkreten Sanierungsbedarf der Gebäudegrundsubstanz in Bezug auf Zementputz, Fliesen, Estrich und eine mögliche Stahlkorrosion darzulegen. Hierbei wurden nicht unerhebliche Schädigungen festgestellt. Die Grundsubstanz ist allerdings solide.

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