Realschule zieht in 102 Container

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Die Realschule Mühlheim besteht jetzt 40 Jahre. Während der Sanierung sollen die Schüler und das Lehrpersonal in 102 Container z
Die Realschule Mühlheim besteht jetzt 40 Jahre. Während der Sanierung sollen die Schüler und das Lehrpersonal in 102 Container ziehen. (Foto: Waibel)
Wildfried Waibel

Der Realschule Mühlheim steht eine Generalsanierung ins Haus. Der Gemeinderat hat jetzt in einer öffentlichen Sitzung im Vorderen Schloss die Weichen für eine Ausgliederung der Schüler aus dem Haus in die Schulstadt durch Container gestellt. Statt der ursprünglich angedachten 130 Container als Ersatz für die rund 40 Jahre alte Schule in der Mühlheimer Vorstadt sollen jetzt 102 Container für die temporäre Unterbringung der Schüler bestellt werden.

In der Dezember-Sitzung hatte der Gemeinderat einstimmig den Beschluss gefasst „maximal 120 Container zur Miete“ zu bestellen. Jetzt haben Architekt Rolf Weber, Bürgermeister Jörg Kaltenbach, der Gemeinderat sowie Rektor Rainer Abbt und Konrektor Edgar Moser das Raumprogramm durchforstet. Es wurden Abstriche am ursprünglichen Plan gemacht und sich auf eine sogenannte „Containerschule“ mit 1683 Quadratmeter geeinigt. Ursprünglich war von 105 Containern ausgegangen worden. Im Nachgang konnten noch drei weitere Container eingespart werden. Den größten Raumumfang nehmen die Klassen mit 56 Containern oder 924 Quadratmetern ein.

Zur Anmietung sind seit der Ausschreibung bei der Mühlheimer Verwaltung acht Angebote eingegangen. Dabei reichte die Preisspanne von 831 000 Euro bis zum 2,5-fachen Preis von 2,1 Millionen Euro für die gleiche Leistung. Das günstigste und wirtschaftlichste Angebot kam von der Firma Würzburger GmbH aus Rheinweiler. Das Unternehmen ist der einzige Bieter, der die Kostenschätzung einhält. Architekt Weber ergänzte dazu, das Unternehmen mit seinem schweizerischen Stammhaus sei bekannt und garantiere die Anforderungen.

Eine völlig neue Variante ergab sich in der Sitzung des Gemeinderats zur Sanierung der Fassade der Sporthalle (Gymnastikraum und Haupteingang). Bürgermeister Jörg Kaltenbach sagte, das Gremium sei noch nicht schlüssig, welches der richtige Weg für eine Sanierung ist. Vom Mitarbeiter des Verbandsbauamtes, Gottlieb Riedinger, wurden drei Grundvarianten vorgestellt: Überholungsanstrich mit Erneuerung der Acrylfugen mit Kosten von 18 360 Euro als erste Variante. Variante 2: Putz-Erneuerung bei Kosten von 35 700 Euro und Variante 3: Eine Plattenfassade bei Kosten von 118 000 Euro. Aus der Mitte des Gemeinderats kam ein Vorschlag zur Verbesserung der teilweise farblich abgeschossenen Fassade durch eine Fassadenbekleidung. Geschätzte Kosten dafür dürften im Preis zwischen 70 000 Euro und 80 000 Euro liegen. Diese Vorstellung fand im Gremium viel Zuspruch. Letztlich einigte man sich auf eine Kostenschätzung der Variante als Plattenfassade und einer nochmaligen Beratung.

Abschließend gab es ein einstimmiges Votum für die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan 2020.

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