Rathaus soll ursprüngliches Erscheinungsbild erhalten

Das Mühlheimer Rathaus im Jahre 1910.
Das Mühlheimer Rathaus im Jahre 1910. (Foto: Repro: wlw/Stadtarchiv)
wlw

Das historische Rathaus in der Hauptstraße gehört zu den großen Baustellen der Stadt Mühlheim. Im kommenden Jahr soll die Fassade des mehr als 600 Jahre alten Gebäudes saniert werden. Dabei ist geplant, die Säulenhalle in die frühere Form zurückzuversetzen.

Die Eckpfeiler des Sanierungskonzepts, das Verbandsbaumeister Aldo Menean und sein Mitarbeiter Gottlieb Riedinger ausgearbeitet haben, hat der Gemeinderat bereits im September vergangenen Jahres beschlossen. Bereits im Vorfeld der öffentlichen Beratung hatte die Bürgerschaft viele Rückmeldungen gegeben, wie sie die Erdgeschoss-Situation der Säulenhalle wahrnimmt und zukünftig gestalten möchte. Am Ende des intensiven Austausches sprachen sich der Heimatverein, Stadtarchivar Ludwig Henzler, Menean und der Gemeinderat für eine weitgehend oder ganz offene Gestaltung des Erdgeschosses aus. Bevor endgültig über die zukünftige bauliche Gestaltung entschieden werden sollte, wurde Menean beauftragt, eine Bemusterung zu organisieren.

Dieser Termin ist jetzt ermöglicht worden. Ein wichtiger Aspekt neben der Optik des historischen Rathauses ist auch die Gewährleistung des Fallschutzes. Aufgrund einer Fallhöhe von mehr als einem Meter muss dieser in Teilen des durch die Balustrade eingefassten Bereichs angebracht werden. Dies gilt insbesondere in Richtung des stadteigenen Gebäudes Hauptstraße 18. Die Firma Höpfl & Harfmann hat in den vergangenen Wochen ein Element als Muster des möglichen Fallschutzes installiert. Auf der Basis der Rückmeldungen aus der Bevölkerung sowie nach einem Beratungstermin des Gemeinderats mit dem Verbandsbauamt, Henzler und dem Vorstand des Heimatvereins ergab sich eine Präferenz für eine zukünftig offene Gestaltung der Säulenhalle.

Der Fallschutz soll durch eine zurückhaltende Glaskonstruktion möglichst ohne Handlauf erfolgen. In Richtung Gebäude Hauptstraße 14 sowie dem Rathausbrunnen könnte vollständig auf eine Balustrade oder einen Fallschutz verzichtet werden. Generell soll durchgängig auf Schweller in der gesamten Säulenhalle möglichst verzichtet und die tragenden Pfosten verlängert werden. Mit dem Weglassen einer Balustrade in der aktuell mächtigen Form sowie der Schweller würde das Rathaus wieder das Erscheinungsbild vor der grundlegenden Sanierung in den 1930er Jahren erhalten. Erst in diesem Zusammenhang wurde die Balustrade zwischen den mächtigen Eichensäulen eingefügt. In den Jahren von 1416 bis 1936 war mehr als 500 Jahre lang die Säulenhalle offen gestaltet.

Verbandsbaumeister Menean schlägt vor, die mehr als 50 Jahre alten Fenster im Rathaus zu erneuern. Gleiches gilt für das große Glaselement im Eingangsbereich. Dadurch könnten erhebliche energetische Verbesserungen erzielt werden. Das Verbandsbauamt wurde vom Gemeinderat beauftragt, die Planung zu forcieren und Kosten zu erheben. Auf dieser Basis wird sich das Gremium entscheiden. Die Beratung ist für die Sitzung am Dienstag, 18. Mai vorgesehen.

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