Fenster und Sockel müssen saniert werden

Lesedauer: 4 Min
 Der Mühlheimer Gemeinderat hat beschlossen, dass die Fenster im stadteigenen Vorderen Schloss gestrichen und instand gesetzt we
Der Mühlheimer Gemeinderat hat beschlossen, dass die Fenster im stadteigenen Vorderen Schloss gestrichen und instand gesetzt werden sollen. (Foto: PM)

Mehrere Gebäude der Stadt Mühlheim müssen saniert werden. Kostenpunkt: rund 230 000 Euro. Damit befasste sich der Gemeinderat in seiner letzten öffentliche Sitzung vor den Kommunalwahlen in dieser Besetzung. Groß war das Interesse für den Neubau eines Boardinghouses und den gleichzeitigen Abbruch des Bestandgebäudes in der Grabenstraße (ehemaliges Kreissparkassengebäude).

Das neue Gebäude, in unmittelbarer Nähe der Traditionsgaststätte „Krone“ soll als ein sogenanntes „Boardinghouse“ mit zehn Einheiten, einer eigenen Rezeption sowie einem Fitness- und Wellnessbereich, gebaut werden. Der planende Architekt Günter Hermann aus Tuttlingen wies in seinem detaillierten Vortrag auf den sensiblen Bereich am unmittelbaren Eingangsbereich zur historischen Oberstadt hin.

Zwei Geschosse mehr für das Gebäude

Man habe bereits frühzeitig Kontakt zur unteren und oberen Denkmalschutzbehörde sowie der Verwaltung gesucht. Um das Gebäude richtig nutzen zu können, soll es in Zukunft von bisher zwei auf vier Geschosse erweitert werden. Um das neue Gebäude auch entsprechend errichten zu können, soll das bisherige Gebäude, die alte KSK-Filiale, nicht in den Grundmauern erhalten bleiben, sondern es soll abgebrochen werden. Es wird auch dabei bleiben, dass der Kirchturm der Stadtpfarrkirche das überragende Gebäude der historischen Oberstadt bleiben. Das neue Boardinghouse vor der Stadtmauer und das Café „Kreuz“ hinter der Stadtmauer werden die gleiche Höhe abgeben. Die im Gemeinderat aufgeworfene Frage nach Parkplätzen und Parkmöglichkeiten beantwortete Planer Hermann damit, dass die Familie Pistor Überlegungen anstelle, wie auch gerade für das Boardinghouse Parkplätze angeboten werden können. Das Verbandsbauamt des Gemeindeverwaltungsverbandes (GVV) Donau-Heuberg hat in einem interessanten Vortrag von Verbandsbaumeister Aldo Menean den Sanierungsbedarf bei städtischen Gebäuden vorgestellt und dabei auch die Dringlichkeit einiger Maßnahmen herausgestellt. Dabei wurden Kosten für Mühlheim von rund 230 000 Euro festgestellt. So seien die Fenster im Vorderen Schloss dringend sanierungsbedürftig, stellte der Verbandsbaumeister fest. Auch der Sockel am Haus müsse dringend aufgefrischt werden. Ein weiterer Punkt ist die Farbgebung an der Sporthalle in der Vorstadt, die mittlerweile mehrere Farbstärken aufweist und einer einheitlichen Auffrischung bedarf. Im Rahmen der Beratung waren sich Bürgermeister Jörg Kaltenbach und der Gemeinderat einig, dass der derzeitige Gebäudestand für Mühlheim zu groß ist. Deshalb sollen nun Gebäude verkauft werden.

Rund Sieben Millionen Euro für die Realschule

Ein weiterer Beratungspunkt war die Sanierung und Modernisierung der Realschule im Rahmen des Kommunalen Sanierungsfonds. Bei einem geschätzten Kostenaufwand von rund 6 993 000 Euro ist eine europaweite Ausschreibung notwendig. Das Büro werk 9 architekten + ingenieure, Herzebrock-Clarholz sowie die Kanzlei iuscomm Rechtanwälte, Stuttgart, wurden mit der Durchführung der europaweiten Ausschreibung im Verhandlungsverfahren beauftragt. Bürgermeister Kaltenbach verwies auf die gute Arbeit der beiden Kanzleien für die Stadtin einer anderen Bausache.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen