„Das ist eine Chance, die wir nutzen sollten“

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Rund 6,5 Millionen Euro wird die geplante Sanierung der Mühlheimer Realschule kosten. Für Mühlheims Bürgermeister Jörg Kaltenbach ist das ein „finanzieller Kraftakt für die Stadt, aber ein lohnenswerter“.

Grundsätzlich, so Kaltenbach, fördere das Land Baden-Württemberg ausschließlich den Neubau, die Erweiterung oder den Umbau von Schulgebäuden. Erstmalig und vermutlich auch einmalig werde die Sanierung von Schulen über einen kommunalen Sanierungsfonds des Landes und einen Kommunalinvestitionsförderungsfonds des Bundes ermöglicht. „Das ist eine Chance, die wir nutzen sollten“, betont der Bürgermeister. Nicht förderfähig sind Außenanlagen, die Ausstattung der Räume mit mobilen Einrichtungselementen sowie das Anmieten von Containern zur Auslagerung des Unterrichts während der Bauphase.

Was saniert werden muss

Saniert werden sollen der erste (von 1979) und zweite (von 1981) Bauabschnitt. Das beträgt eine Fläche von insgesamt 3600 Quadratmetern. Sanierungsbedürftig sind unter anderem: das Dach, die Fassade, die Sanitärräume, die Überdachung auf dem Pausenhof und die Dachverglasung. Ebenso sollen die Schulküche neu ausgestattet, die Brandschutzanforderungen umgesetzt und die Trennwände zwischen Flur und Klassenzimmer erneuert werden. Nach Aussage von Kaltenbach habe der gestellte Förderantrag gute Chancen auf eine Bewilligung.

Derzeit besuchen die Realschule Mühlheim 505 Schüler. 75 Prozent von ihnen kommen von auswärts, deshalb erhöhe sich der Zuschuss auf 2,8 Millionen Euro, so Kaltenbach. Die Entscheidung zur Bewilligung des Antrags werde vermutlich Mitte 2019 seitens des Landes getroffen.

Erst nach der Genehmigung des Zuschusses werden vom Gemeinderat weitergehende Beschlüsse eingeleitet. Die verbleibenden 3,7 Millionen Euro müsste die Gemeinde Mühlheim aufbringen.

„Das Großprojekt will gut vorbereitet sein, deshalb würde die Sanierungsmaßnahme erst 2020 beginnen“, sagt Kaltenbach. Während der Bauarbeiten werde der Schulbetrieb wie gewohnt fortgesetzt. In dieser Zeit werden die Schüler in Containern untergebracht. „In jedem Fall ist der kommunale Sanierungsfonds eine einmalige Gelegenheit zum Wohle der Schüler und des Kollegiums die Schule fit, für die kommenden Jahrzehnte zu machen“, so Kaltenbach.

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