Bandbreite reicht von Beatles bis zu irischen Klängen

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 Gleich zweimal als Dirigentin gefordert: Lisa Locher bei den Wildentle und bei der Musikkapelle Stetten.
Gleich zweimal als Dirigentin gefordert: Lisa Locher bei den Wildentle und bei der Musikkapelle Stetten. (Foto: Waibel)
Wilfried Waibel

Das Jahreskonzert der Musikkapelle Stetten haben die örtliche Nachwuchsformation Wildentle und als Gastkapelle der Musikverein Böttingen mitgestaltet. Das Jahreskonzert war ein besonderes Ereignis für die Freunde der Blasmusik, die das Gemeindezentrum bis auf den letzten Platz füllten. Für die musikalische Leiterin der Musikkapelle, Lisa Locher, war es einer der letzten Auftritte als Dirigentin: Sie gibt die Leitung der Wildentle und das Dirigat in Stetten aus beruflichen Gründen ab.

Mit dem Böttinger Dirigenten Frank Vögtle hatte sie das Konzert vorbereitet. Verdiente Musiker wurden vom Kreisverbandsvorsitzenden Ottmar Warmbrunn (Rottweil) geehrt.

Die Wildentle hatten mit „Creepers in the Castle“ sowie der Beatles-Melodie „Hey Jude” neuere Klänge zur Eröffnung herausgesucht. Vor allem „Hey Jude“, arrangiert für Blasmusik von Robert Longfield, kam sehr gut an. Es war klar, dass der Nachwuchs nicht ohne Zugabe von der Bühne kam.

Dann war es der Musikverein Böttingen, der mit dem getragenen Stück „Vita Pro Musica“ oder „Ein Leben für die Musik“ der richtige Einstieg in seinen Konzertteil gelang. Ein Höhepunkt war das Paradestück „Erinnerungen an Zirkus Renz“: In der Urfassung ist hier ein Xylophon notwendig. Dieses Manko in der Böttinger Kapelle umging der Dirigent mit Leichtigkeit. Er gab den Dirigentenstab weiter, hängte sich ein Akkordeon um und spielte mit diesem die Noten des Xylophons. Für die gelungene Darbietung waren Vögtle und dem Musikverein langanhaltender Applaus sicher.

Mit einer weiteren Thiemo Kraas-Komposition, „80er Kult(tour)“, ging es dem Ende entgegen. Mit „Die Regimentskinder“ des tschechischen Kapellmeisters Julius Fucik sollte eigentlich Schluss sein: Doch der Forderung nach einer Zugabe kamen die Gäste vom Heuberg gerne nach.

Für den Teil der einheimischen Kapelle hatte sich Lisa Locher vor allem Musik aus England, Irland und Schottland ausgesucht, die mit „A Monmouth Overture“ aus England begann und mit dem Stück „St. Patrick Dances“ nach Irland führte. Dem Einstieg in die Potter-Filmwelt „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“, ein Arrangement des belgischen Komponisten Frank Bernaerts, folgte „Queen Greatest Hits“, was der Kapelle viel Musikgespür und Rhythmik abverlangte. Getragen wurde das schottische Volkslied „Auld Lang Syne“ als Schlussstück gespielt. Doch Lisa Locher und ihre Musiker ließen es sich nicht nehmen, das schöne Jahreskonzert mit einem englischen Militärmarsch schmissig und zackig zu beenden.

Im Vorfeld hatten drei Jungmusikerinnen der Wildentle durch ihren Konzertteil geführt, beim Musikverein Böttingen waren es Natalie Mattes und Ines Marquardt, die die Musikstücke näher brachten. Die Vorstellung des Stettener Konzertteils wurde von Manfred Locher vorgenommen.

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