Kolbinger Gemarkung wird um 4863 Quadratmeter größer

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 Die Kolbinger Höhle ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die Rechtsverhältnisse für das Grundstück sind nun dauerhaft gelöst.
Die Kolbinger Höhle ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die Rechtsverhältnisse für das Grundstück sind nun dauerhaft gelöst. (Foto: Archiv: Donau Bergland)
Reiner Pabst

Die Anschaffung eines neuen LKW zusammen mit dem dann notwendigen Schneepflug für den Bauhof hat der Kolbinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Das jetzige Fahrzeug ist seit 1999 im Einsatz und somit aufgrund des Alters verbraucht.

Die Kosten von rund 157 000 Euro werden durch einen Investitionszuschuss in Höhe von 80 000 Euro aus dem Ausgleichsstock und einem zu erwartenden Restkaufpreis von rund 10 000 Euro im Rahmen von rund 67 000 Euro gehalten.

Die Gemeinde Kolbingen und die Stadt Fridingen haben vereinbart, die Rechtsverhältnisse bei der Kolbinger Höhle dauerhaft zu lösen. Es wurde vereinbart, die Gemarkungsgrenze zu ändern. Die betroffene Grundstücksfläche wird auf die Gemeinde Kolbingen übertragen.

Dies bedeutet, dass künftig der Höhleneingang Kolbinger Eigentum ist und auf Kolbinger Gemarkung liegt. Es wird dadurch eine Fläche von 4863 Quadratmetern auf die Gemeinde Kolbingen übertragen und die Gemarkung von Kolbingen um diese Fläche größer. Der Gemeinderat stimmt dem Abschluss einer notwendigen öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit der Stadt Fridingen zu, da der Gemeinderat der Stadt Fridingen der Vereinbarung am 18. März 2019 bereits zustimmte. Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen für die Änderung der Gemarkungsgrenze geschaffen.

Forstplanung bis 2029

Ein weiteres Thema war, „Zielsetzungen des Waldeigentümers zur Forsteinrichtungserneuerung“ festzulegen. Gegenwärtig laufen die Planungen für das Forsteinrichtungswerk 2020 bis 2029. Darin werden die Grundlagen für die Waldbewirtschafter in den kommenden zehn Jahren festgelegt. Der Gemeinderat hat die Grundsatzentscheidung zu treffen, welche Zielsetzungen die Gemeinde als Waldeigentümer bei diesem zehnjährigen Planungszeitraum anstrebt.

Dabei ist die Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu finden. Die mit der Forstverwaltung abgestimmte Erklärung legt fest, dass der Gemeindewald Kolbingen auch künftig unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu führen und zu bewirtschaften ist. Aber auch ökologische und soziale Gesichtspunkte sind im Rahmen der Gesetze zu beachten. Die Schutz- und Erholungsfunktionen des Gemeindewaldes haben ebenfalls einen hohen Stellenwert, ebenso der Artenschutz.

Das mögliche Konfliktfeld zwischen der Naturverjüngung der Tannen einerseits und der Jagd andererseits ist im Blick und wird im Dialog mit der Jägerschaft gelöst.

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