Baugebiet „Härtle“ bekommt Verbindungsstraße

Lesedauer: 5 Min
Der Gemeinderat Kolbingen beschloss, die Kindergartenbeiträge (Symbolbild) in diesem Jahr aus Rücksicht auf die durch Corona geb
Der Gemeinderat Kolbingen beschloss, die Kindergartenbeiträge (Symbolbild) in diesem Jahr aus Rücksicht auf die durch Corona gebeutelten Eltern nicht zu erhöhen (Foto: Hauke-Christian Dittrich)
Jan Scheibe

Statt einer Sackgasse soll nun eine Verbindungsstraße kommen. Dies hat der Gemeinderat Kolbingen mit knapper Mehrheit von fünf Ja-Stimmen zur Änderung des Bebauungsplans bei vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung entschieden. Für das Baufeld zwei im Baugebiet „Härtle“ soll nun nach Willen des Gemeinderats eine Verbindungsstraße zur Burghaldenstraße gebaut werden.

Den Vorschlag dazu brachte Gemeinderat Bruno Weiß ein. Die vorausgegangene Diskussion verlief kontrovers. „Es sollte die verkehrssicherste Variante gewählt werden. Auch wenn es teurer wird, halte ich das für vertretbar“, argumentierte Gemeinderätin Johanna Straub. Laut Berechnungen des Verbandsbauamtes, während der Sitzung vertreten durch den stellvertretenden Bauamtsleiter Axel Brockhaus, sollen nun Mehrkosten von rund 195 000 Euro entstehen. Insbesondere der Unmut der Bewohner der Straße „Am Talblick“ kam während der Sitzung zur Sprache.

Nach dem alten Bebauungsplan wäre die Straße zum neuen Baugebiet an der Anbindung beim „Buchenweg“ geplant gewesen, womit mit höherem Verkehrsaufkommen durch die Burghaldenstraße und der Straße „Am Talblick“ zu rechnen wäre. Mit der Anbindung des Baugebiets auch direkt an die Burghaldenstraße hat sich dies nun für die Bewohner der „Talblick“-Straße erledigt. „Wenn sie den Verkehr in eine andere Straße umleiten, dann beschweren sich die Anwohner dieser Straße. Irgendwo muss der Verkehr aber durch“, meinte Bürgermeister Konstantin Braun.

Von den Grundstückseigentümern im neuen Wohngebiet sprachen sich 14 von 28 gegen eine Änderung des Bebauungsplans und einer Verbindungsstraße aus, ein Eigentümer begrüßte den Vorschlag, und zwei hatten keine Einwendungen. Neben der Verteuerung des Bauplatzpreises, die Kosten müssen größtenteils von den Eigentümern gezahlt werden, muss nun ein neuer Plan ausgearbeitet werden, womit sich das Verfahren weiter in die Länge zieht.

Die Kindergartenbeiträge für die Eltern sollen in Kolbingen, nicht wie geplant, zum neuen Kindergartenjahr erhöht werden. „Warum nicht als Zeichen an alle Eltern sagen, dass wir in der Corona-Zeit bei ihnen stehen und die Beiträge nicht erhöhen?“, brachte Rätin Straub ein. Mit acht Ja-Stimmen fand dieser Vorschlag allgemeine Zustimmung im Gremium. Nun sollen die Beiträge erst am 1. Februar im kommenden Jahr erhöht werden.

Auch der auslaufende Gasvertrag stand auf der Agenda. In zwei Jahren läuft der Vertrag nach 20 Jahren Laufzeit mit der Badenova aus. Nach einem Vortrag durch den Anwalt, der das Verfahren leitet, gab der Gemeinderat grünes Licht für den Bieterprozess. Neben dem Altanbieter gibt es derzeit einen weiteren Bieter um den neuen Gasvertrag ab 2022.

24 300 Euro erhält die Gemeinde Kolbingen aus dem Digital-Pakt. Das Geld soll die Wachtfels-Schule in digitale Projekte stecken. Deswegen klärte die Rektorin Isabel Martin über den Stand der Digitalisierung in der Schule auf. „Der Medienentwicklungsplan ist fast fertig und soll zum neuen Schuljahr kommen“, sagte die Rektorin. Sie wolle die Schülerschaft zu mündigen Nutzern digitaler Medien machen. Jedoch hört Isabel Martin im Sommer als Rektorin der Wachtfels-Schule auf und geht zurück nach Irndorf. Ab dem kommenden Jahr soll Dagmar Bayer die Schule kommissarisch leiten.

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen

Leser lesen gerade