Ab in die Unterwelt: Viele Besucher erkunden die heimischen Höhlen

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Um die neue Infostelle bei der Kolbinger Höhle scharten sich viele Interessierte.
Um die neue Infostelle bei der Kolbinger Höhle scharten sich viele Interessierte. (Foto: Simon Schneider)
Schwäbische Zeitung
Simon Schneider

Beim Höhlentag am Sonntag haben hunderte Besucher verschiedene Höhlen des Donauberglands besichtigt. Der Startschuss mit Einweihung der neuen Geopark-Infostelle fand an der Kolbinger Höhle statt.

Rund 80 Interessierte versammelten sich am Sonntagmorgen bei der Kolbinger Höhle, um gemeinsam die neue Infostelle des UNESCO-Geopark Schwäbische Alb feierlich zu eröffnen. Landrat Stefan Bär begrüßte dabei alle Anwesenden. „Die Kolbinger Höhle hat für den Landkreis Tuttlingen eine ganz besonderes Bedeutung, da sie ein wichtiges und bekanntes Ausflugsziel ist“, betonte Bär.

Kolbingens Bürgermeister Konstantin Braun freute sich ebenso über die Verwirklichung dieser Infostelle. Durch diese könne die Kolbinger Höhle, die von der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins betreut wird, noch besser präsentiert und erläutert werden. „Natürlich ist die Mitgliedschaft im Geopark Ansporn die eigene Arbeit immer wieder zu überprüfen und weiterzuentwickeln“, sagte Braun in seiner Rede. Die Infostelle füge sich sehr gut in die gesamte Umgebung zwischen Wildgehege, der Höhle, dem Lehrpfad und dem Spielplatz ein und „hat damit einen hohen Freizeitwert“, so der Bürgermeister.

Alexander Mattes von der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins betonte die Wichtigkeit der Umgebung um die Höhle, damit diese für die Besucher interessant bleibe und sich der jährliche Besuch lohne.

Neben der Kolbinger Höhle werden an der neuen Infostelle weitere geologische Höhepunkte aufgezeigt, wie beispielsweise die Plattenkalke. „Für die Geopark-Infostelle werden besondere Anforderungen, wie Öffnungszeiten, Betreuung und Erschließung gestellt“, sagte Siegfried Roth vom UNESCO-Geopark Schwäbische Alb. Die Kolbinger Höhle liege traumhaft schön. Auch das Höhlenhaus mit Bewirtung und dem Pavillon in Kombination mit den Wanderwegen sei ideal. „Wir erhoffen uns damit, dass noch mehr Besucher den Weg zur Kolbinger Höhle finden“, so Roth.

Das Aussehen der Infostelle ist in verschiedenen Stufen mit Plattenkalk angefertigt. Diese grafische Umsetzung soll die Platten hervorheben, da diese ein wichtiges Stück Heimatgeschichte Kolbingens sei. Die Gesamtkosten dieser Geopark-Stelle liegen bei 14000 Euro und werden zur Hälfte von der Gemeinde Kolbingen und dem Naturpark Obere Donau mit Mitteln des Landes getragen. Sie ist die bisher dritte Geopark-Infostelle im Donaubergland.

Für alle Interessierten gab es die Möglichkeit, die Kolbinger Höhle zu besichtigen. Dort herrschte bei acht Grad an einem heißen Sommertag eine willkommene Abwechslung. Dazu spielte der Experimentalmusiker Martin Bürck aus Bad Urach „Klänge in der Unterwelt“. Die Gongs kamen in der Höhle aussagekräftig zur Geltung und machten den Höhlentag zu einem einzigartigen Erlebnis.

Neben Kolbingen öffnete die Donaubergland GmbH bei ihrem Höhlentag beispielsweise auch die Mühlheimer Felsenhöhle, Petershöhle und Maurushöhle und bot dort jeweils Führungen an

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