Buch schildert menschliche Begegnungen

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In ihrem ersten Buch „Menschen, die uns begleiten“ schildert die Königsheimer Unternehmerin Erfahrungen und Begegnungen mit Gesc (Foto: Gisela Spreng)
Gisela Spreng

„Menschen, die uns begleiten“ heißt das erste Buch von Franziska Aicher. Die Chefin der Königsheimer Firma „Aicher Präzisionstechnik“ hält darin ihre Erfahrungen und Begegnungen fest, die sie in den vergangenen 16 Jahren, seit sie das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Mann leitet, gemacht hat.

Dass eine mittelständische Unternehmerin vom Heuberg ein Buch schreibt, ist etwas Besonderes. Mit feinem Gespür für das Menschliche, das in der nüchternen Geschäftswelt von heute vielerorts verloren gegangen ist, erzählt sie von persönlichen Erlebnissen mit Geschäftspartnern, Beratern und Freunden – von liebenswerten Begegnungen eben. Dem „Heuberger Bote“ erzählt die Autorin, wie ihr Buch entstanden ist.

Bei den Vorbereitungen zu den Jubiläums-Feierlichkeiten zum 50-jährigen Firmenbestehen sei ihr die Idee gekommen, man könnte doch die Mitarbeiter bitten, Geschichten aufzuschreiben, die sie in ihrem Berufsalltag erlebt hätten. „Es kam aber zu wenig – und ich musste Gas geben, weil ich nur noch drei Monate bis zum Jubiläumsfest hatte“, sagt Franziska Aicher. „Also fing ich selber an zu schreiben.“ Ihre erfahrene Marketing-Beraterin Marianne Kaindl habe sie dabei perfekt unterstützt.

Weder Ehemann Franz-Karl Aicher, noch ihre vier Kinder seien letztlich involviert gewesen. „Ich hab’s quasi im Alleingang gemacht. Es war meins und das hab‘ ich durchgezogen. So bin ich halt: Ich muss alles ausprobieren – auch gegen Widerstände“, lacht sie. Dass daraus ein Buch geworden ist, macht sie schon ein bisschen stolz. Geschrieben habe sie schon immer gern. Auch ein Kinderbuch für ihre drei Enkel würde sie gerne einmal schreiben.

Fast alle Geschäftspartner und Freunde, die sie zum Mitwirken aufgefordert habe, hätten mitgemacht. So sind daraus 13 „Begegnungen“ geworden, die Franziska Aicher in Wort und Bild schildert. Manche hätten auch selber etwas aufgeschrieben wie Ortwin Guhl, ehemals oberster Chef der Kreissparkasse Tuttlingen, oder Pfarrer Wolfgang Beck, der als einstiger Pfarrer von Königsheim die Geschäftsfrau Franziska Aicher gelehrt hatte, sich Dinge zuzutrauen. „Das kannst du“, habe er sie immer wieder herausgefordert.

So „menschelt“ es in diesem Buch. Da erzählt die Unternehmerin, wie die „Rothaarige“, gemeint ist Petra Ohlhauser vom TQI Innovationszentrum Gosheim, sogar ihren äußerst skeptischen Schwiegervater, den Firmengründer Augustin Aicher, von ihrer Kompetenz überzeugen konnte. Dass eine Frau etwas von Maschinen und von der Fertigung verstand, habe „Gusti“ mächtig imponiert.

Im zweiten Kapitel ihres Buches lässt die Autorin „50 Jahre Aicher“ aus ihrem persönlichen Blickwinkel Revue passieren. Mit aussagekräftigen Bildergalerien wird das Geschriebene veranschaulicht.

Ein „Super Feedback“ habe sie bekommen, freut sich Aicher. „Das hat mir viel zurückgegeben, auch eine gute Portion Selbstbewusstsein.“ Besonders stolz sei sie auf den freundlichen Brief des ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel, der sich auch im Namen seiner Frau mit einem Zitat des jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber für das Buch bedankte: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“.

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