Schwarzfischer und ein Erfinder unnützer Dinge vergnügen

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 Die Laiendarsteller des SV Irndorf begeisterten wieder die Zuschauer.
Die Laiendarsteller des SV Irndorf begeisterten wieder die Zuschauer. (Foto: SV Irndorf)
Schwäbische Zeitung

Nachdem das Theaterspielen in Irndorf nach dem grandiosen Auftritt Ende 2018 wieder salonfähig geworden war (wir berichteten), wagten sich fünf männliche und fünf weibliche Laiendarsteller vom Sportverein (SV) Irndorf mit dem Schwank in drei Akten, „Wein, Weib und andere Katastrophen“ von Erich Koch, wieder auf die Theaterbühne. Beide Vorführungen, die vom beengten Jugendheim in die Eichenfelshalle verlegt wurden, waren ausverkauft.

Bei dem Dreiakter wurde das Publikum mit allen Sinnen ins feucht-fröhliche Winzer-Milieu entführt. Allein das Bühnenbild, welches laut einer Pressemitteilung mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde, war eine Augenweide. Die Laienspieler trafen mit dem Stück abermals ins Schwarze und begeisterten von Beginn an das Publikum.

Glänzend gespielt, mit viel Wortwitz und gewürzt mit einer gehörigen Prise Selbstironie wurde die spritzige Komödie auf die Bühne gebracht. Mit viel Szenenapplaus spornten die Zuschauer die Darsteller zu Höchstleistungen an.

Im Mittelpunkt des Geschehens stand ein Weingut, das von der Familie Fasswein betrieben wurde. Patrick Bauer und Petra Grieble gaben das Ehepaar, Karo Knaus die fesche Tochter und Jutta Reitze die schlitzohrige Oma. Die einen Fischteich besitzende Nachbarin mimte Claudia Reitze, ständig auf der Suche nach einem nächtlichen Dieb und Schwarzfischer ihrer Forellenzucht. Ihrem Sohn, gespielt von Simon Korb, fiel die Rolle des verliebten Peters zu, dem es nicht erspart blieb, seine „Rapunzel“ des Nachts über die Leiter zu besuchen oder sich gar als junges Mädchen zu verkleiden. Markus Fritz hauchte dem Schorlekarle, welcher mit seinem Flaschen-Kompass immer wieder den Heimweg suchte, Leben ein. Die kriminelle Energie steuerte Tobias Alber dem Stück bei, der mit französischem Akzent den Kommissar von Interpol vorgab, um als Weinkonkurrent und Verbrecher enttarnt zu enden. Das Kurgastehepaar gaben Holger Haselmeier und Marina Jäger. Er, der Erfinder unnützer Dinge, daneben sie, die aufreizende Noch-Ehefrau, die aus ihrem Wunsch nach Abwechslung im Liebesleben keinen Hehl machte.

Lohn für die Akteure war ein langer Schlussbeifall. Auf der Bühne standen Patrick Bauer (Heiner Fasswein), Petra Grieble (Ute Fasswein), Caro Knaus (Charlotte Fasswein), Jutta Reitze (Augusta Fasswein), Claudia Reitze (Liesel Bitterwein), Simon Korb (Peter Bitterwein), Tobias Alber (Gerold von und zu Speckstein), Markus Fritz (Schorlekarle), Holger Haselmeier (Kurt Balzer) und Marina Jäger (Christa Balzer).

Hinter den Kulissen steuerten Marius Schanz (Regie und Souffleur), Blandine Horvath (Souffleuse), Lukas Frick (Ton), Dorothea Jäger (Maske), Robert Korb (Kulisse) zum Gelingen bei.

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