Zwei Aktionen zum Denkmaltag

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Erich Börtzler (Zweiter von rechts) führt am Denkmaltag durch die Immendinger Turmkapelle.
Erich Börtzler (Zweiter von rechts) führt am Denkmaltag durch die Immendinger Turmkapelle. (Foto: Jutta Freudig)

„Entdecken, was uns verbindet“ ist der Titel des Denkmaltags 2018 am Sonntag, 9. September. In der Gemeinde Immendingen gibt es wieder zwei Aktionen, bei denen örtliche Denkmäler zugänglich gemacht werden: Die „Freunde und Förderer der Turmkapelle“ bieten Führungen im Kirchturm der katholischen Kirche St. Peter und Paul an.

Im denkmalgeschützten Unteren Schloss plant der Verein Immendinger Natur, Kultur, Geschichte (INKGE) einen Aktionstag mit Musik und einer Fotoreise.

Der „Tag des offenen Denkmals“ ist eine bundesweite Aktion, um historische Stätten in das Gedächtnis der Bevölkerung zurückzurufen. Neben dem Oberen Schloss ist das Untere Schloss das markanteste historische Gebäude Immendingens. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert. Seit 2009 kümmert sich INKGE zusammen mit der Gemeinde um die Sanierung des Unteren Schlosses und nutzt es als Kulturzentrum. Am Sonntag, 9. September, bietet der Verein ab 14 Uhr in oder vor dem historischen Gebäude einen Liedernachmittag mit „Hubert und Charly“ an, die mit Gitarre und Akkordeon unterhalten. Es wird mit Kaffee, Kuchen und Getränken bewirtet.

Um 17.30 Uhr startet der „etwas andere Lichtbildvortrag“, eine Fotoreise durch Europa mit Barbara und Karlheinz Gerstenberger. Die Reise fürs Auge führt von den Vesterålen zum Vulkan Stromboli, von Sankt Peter Ording nach Öfingen und von Madeira nach Island.

Die „Freunde der Turmkapelle“ haben sich des Schutzes und Erhalts des ältesten Bereichs der katholischen Kirche in Immendingen angenommen und beteiligen sich am Sonntag, 9. September, von 13 bis 16 Uhr mit informativen Führungen im Kirchturm am Denkmaltag. Der heutige Kirchturm mit seinen gotischen Fenstern ist einer der wenigen noch vorhandenen Bauteile der ersten aus Stein gebauten Immendinger Kirche. Sie entstand als Nachfolgerin einer ursprünglichen Holzkirche Mitte des 13. Jahrhunderts. Im frühgotischen Kreuzgewölbe der Turmhalle ist auf dem Mauerwerk ein farbtragender Putz aufgebracht. Wie Forschungen ergaben, zeigen die vier Felder der Decke im Kreuzgewölbe die vier Evangelisten in ihren bekannten Symbolen. Teilweise sind die Fresken freigelegt. Fachlicher Beurteilung zufolge stammen die Bilder aus dem 14. Jahrhundert. Erich Börtzler von den Turmkapellenfreunden gibt bei den Führungen Erläuterungen zu dem Denkmal. Eine Informationswand am Aufgang zur Kirchturm und ein Gewinnspiel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz werden für die Besucher ebenfalls angeboten.

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