Unteres Schloss in Immendingen soll in kleinen Schritten saniert werden

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Das Untere Schloss mit seinem Barockgarten hat sich als Ort für Veranstaltungen, Tagungen, Konzerte und gesellige Treffen bewähr
Das Untere Schloss mit seinem Barockgarten hat sich als Ort für Veranstaltungen, Tagungen, Konzerte und gesellige Treffen bewährt. Derzeit wird es vor allem durch den Verein Immendinger Natur, Kultur, Geschichte (INKGE) genutzt, der Teilsanierungen im Erdgeschoss vorgenommen hat. Die Fassadensanierung kommt so teuer, dass die Gemeinde vorerst nicht damit beginnen wird. (Foto: Jutta Freudig)
Jutta Freudig
Redakteurin

Der Verein INKGE startet mit einem gemischten Programm aus Kultur, Begegnungen mit der Natur und Informationen über Geschichte und Brauchtum ins neue Jahr. Dabei wird das Untere Schloss als Domizil weiterhin ausgebaut und als Kulturzentrum gestärkt.

Gerhard Glinka, der den Verein Immendinger Natur, Kultur, Geschichte vor zwei Jahren durch seine Kandidatur als Vorsitzender vor dem Aus gerettet hat, wird INKGE bis 2021 erneut leiten. Er wurde bei der Jahreshauptversammlung wieder an die Spitze der Vereinigung gewählt. Wie Bürgermeister Markus Hugger die Vereinsmitglieder informierte, wird es der Gemeinde aus finanziellen Gründen vorerst nur möglich sein, das Untere Schloss in kleinen Schritten zu sanieren.

Nach wie vor leistet INKGE möglichst viele Beiträge, um die Gemeinde bei dieser Aufgabe zu entlasten. Vorsitzender Gerhard Glinka berichtete in seiner Jahresbilanz von vielen Aktivitäten des vergangenen Jahres und dass es dem Verein gelungen sei, mit Hilfe eigener Gelder und Spenden in der ehemaligen Rüstkammer des Schlosses eine neue Küche einzurichten, die nun bei Veranstaltungen wertvolle Dienste leistet. Seitens der Gemeinde gab es Unterstützung durch den Bauhof, wofür Glinka sich bedankte. Der Vorsitzende: „Die Küche war aber nicht das Ende der Sanierungsmaßnahmen, sondern wir planen sukzessive weitere Verbesserungen und haben als nächstes Ziel die Erneuerung der Toilettenanlage.“

Hervorgehoben wurde die besondere Atmosphäre, die das historische Gebäude ausströmt, und die von Besuchergruppen oder Tagungsgästen ebenso geschätzt wird, wie von Brautpaaren, die das Untere Schloss und den Barockgarten als Fotomotiv nutzen. Gerhard Glinka berichtete über das neue Jahresprogramm des Vereins, zu dessen Höhepunkten der Vortrag von Volkskunde-Professor Werner Mezger zum Thema „Bräuche von Aschermittwoch bis Ostern“ am Donnerstag, 28. März, um 19.30 Uhr in der Aula zählt. Über die solide Kassenlage des Vereins informierte Kassierer Peter Maier, dessen gute Arbeit Ulrike Graupner bestätigte. Laut Maier hat der Verein derzeit 56 Mitglieder.

Gemeine wird keine größeren Maßnahmen fördern

Die Mitgliederversammlung stimmte einer Reihe von Satzungsänderungen zu, ehe Bürgermeister Markus Hugger dem Verein für sein reges Engagement dankte und aktuelle Informationen zum Thema Unteres Schloss mitbrachte. Laut Untersuchungen würde eine Außensanierung des Schlosses für Fassade, Dach und Fenster rund eine Million Euro kosten. Noch aufwändiger wäre eine Innensanierung, zumal laut vorliegender Konzeption auch das Museum ins obere Stockwerk des Gebäudes verlegt werden soll.

Auflagen wie Brandschutz und Barrierefreiheit, für die ein Aufzug nötig wäre, kommen hinzu, so dass die Gemeinde auf Grund anderer wichtiger Projekte vorerst nicht in größere Maßnahmen eintreten wird.

Bei der von Hugger geleiteten Wahl wurden die Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Vorsitzender bleibt Gerhard Glinka, zweiter Vorsitzender Günter Graf, Kassierer Peter Maier, Schriftführerin Antje Schoner, Beisitzer Sieglinde Saur, Anke Ams, Christiane Lange und Annette Schinzinger, Kassenprüfer sind Ulrike Graupner und neu Monika Kienzle.

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