Suche nach Interessenten für ehemalige Asylbewerber-Unterkunft dauert an

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Wer die Anlage auf dem Witthoh übernimmt, ist noch unklar.
Wer die Anlage auf dem Witthoh übernimmt, ist noch unklar. (Foto: Lothar Häring)
Crossmedia-Volontär
Schwäbische Zeitung
Simon Schwörer

Immer noch stehen die Gebäude der ehemaligen Asylbewerberunterkunft auf dem Witthoh in Immendingen leer. Schon Anfang diesen Jahres waren Verhandlungen mit möglichen Interessenten an der Anlage im Gespräch (wir berichteten). Wirklich weiter sind die Gespräche aber noch nicht gekommen. Laut des Besitzers der Anlage, Klaus Guggenberger, liegt das an der Witterung der vergangenen Monate, die Besichtigungstermine erschwert hätte.

Wer die Gebäude übernehme, sei noch nicht abzusehen: „Das ist im Moment noch völlig offen“, sagt Guggenberger. Aber: „Es sind Mietinteressenten da, die ich auch bevorzugen würde“, erklärt er. Eine Vermietung habe für ihn den Vorteil, dass er die Anlage weiterhin behalten könne. Dass die Verhandlungen mit den möglichen Interessenten noch nicht weiter vorangeschritten seien, liegt laut Guggenberger vor allem an der Witterung. Nachdem das Landratsamt den Vertrag für die ehemalige Asylbewerberunterkunft zum Ende des vergangenen Jahres gekündigt hatte, habe es zu Jahresbeginn noch wenige Möglichkeiten zur Besichtigung der Anlage für Interessenten gegeben.

Mit der Gemeinde Immendingen stehe er in Kontakt, „weil sie auch ein Interesse hat zu wissen, was da läuft“. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sieht Guggenberger positiv: „Sie ist sehr hilfreich und rührig.“

Unterschiedliche Konzepte

Was in die Anlage auf dem Witthoh kommt, ist noch nicht klar: „Es gibt viele mögliche Nutzungen, vom Hotelbetrieb oder Pflegeheim bis zu anderen Nutzungen“, sagt Guggenberger. Auch Immendingens Bürgermeister, Markus Hugger, stellt klar, dass die Gemeinde gegenüber Konzepten von Interessenten aufgeschlossen sei: „Es stellt sich die Frage nach dem Konzept, dass da oben wirtschaftlich tragbar ist.“ Denn: „Von der guten Aussicht kann niemand leben.“ Der Bürgermeister verspricht sich von der Nutzung der Anlage vor allem eines: „Für mich ist wichtig, dass da oben eine Entwicklung stattfindet, die für die Gemeinde einen Mehrwert bringt.“

Vier Interessenten hätten sich schon vorgestellt, mit ganz unterschiedlichen Konzepten für die Anlage, sagt Hugger. Einen konkreten Einfluss auf die Zukunft des Areals habe die Gemeinde nicht, sie könne das Projekt lediglich aufgrund geltenden Baurechts mitbegleiten. Und Hugger erklärt: „Die Immobilie ist keine Immobilie, die sich von heute auf morgen vermarkten lässt.“

Renovierung notwendig

Für Interessenten könnte der bauliche Zustand der in die Jahre gekommenen Gebäude eine Rolle spielen. Hierbei zeigt sich Guggenberger offen: Von einer Totalerneuerung bis zu einer Teilerneuerung kann er sich vieles vorstellen. Er stellt aber auch fest: „Natürlich muss man renovieren.“ Dies auch, weil das Landratsamt als Mieter der Unterkunft die Anlage in einem „wenig anschaulichen Zustand“ hinterlassen habe.

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