Slobodan Maglov tritt als Trainer des Hattinger SV zurück

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 Vorsitzender und zusammen mit Ergün Abinik Interimstrainer beim Hattinger SV: Thomas Gaßner (Bild)
Vorsitzender und zusammen mit Ergün Abinik Interimstrainer beim Hattinger SV: Thomas Gaßner (Bild) (Foto: hkb)
Sportredakteur

Slobodan Maglov ist nicht mehr Trainer des in der Fußball-Bezirksliga Bodensee spielenden Hattinger SV. Der Coach hat am Sonntag nach der 0:2-Niederlage bei CFE Independiente Singen sein Amt niedergelegt. Der Vorsitzende Thomas Gaßner und der Spieler Ergün Abinik bilden das Interimstrainer-Duo.

„Slobodan Maglov hat uns am Sonntag mitgeteilt, dass er aus privaten Gründen als Trainer aufhört. Es war sein Entschluss“, sagte Thomas Gaßner, der Vorsitzende des HSV. Maglov hatte vor etwas mehr als zwei Jahren im November 2016 die damals abstiegsbedrohten Hattinger übernommen und Gaßner abgelöst. Mit einer starken Rückrunde schafften die Hattinger dann den Klassenerhalt. In der darauffolgenden Saison 2017/18 führte Maglov die Hattinger auf den dritten Platz.

In der aktuellen Saison läuft es bei den Hattingern nicht so rund. Mit nur 13 Punkten aus 14 Spielen liegt die Mannschaft aus dem Immendinger Ortsteil in der Tabelle auf dem 14. und damit drittletzten Platz. „Wir haben viele Verletzte, und das zieht sich schon die ganze Saison durch“, versucht Gaßner den schlechten Tabellenplatz zu erklären und fügt an: „Bei unserem begrenzten Kader tut jeder verletzte Spieler weh.“

„Es hapert in der Offensive“

Der langjährige Vorsitzende hat aber auch die Probleme des Teams erkannt. „Es hapert ganz klar in der Offensive“, verhehlt Gaßner nicht, dass man den Abgang von Torjäger Anil Bagci im Sommer zum SC 04 Tuttlingen nicht ersetzen konnte. Gaßner: „Das Herausspielen von Chancen und die Verwertung sind unser Problem. Unsere Defensive steht einigermaßen kompakt.“ Nur 14 Tore stehen in der bisherigen Saison zu Buche, kein Verein hat weniger erzielt. Auswärts hat die HSV-Mannschaft in acht Spielen nur viermal ins gegnerische Netz getroffen, davon dreimal beim 3:1-Sieg beim BSV Nordstern Radolfzell, dem bisher einzigen Auswärtserfolgserlebnis.

Die Hattinger vermissen zudem den offensiven Leistungsträger Sören Seyfried, in der Vorsaison 14-facher Torschütze. Gaßner: „Seyfried ist ein dynamischer Spieler. Seine Tempoläufe über die rechte Seite fehlen uns.“ Seyfried hatte sich im Juli einer Schulteroperation unterzogen. Der Vorsitzende hofft, dass er mit Beginn der Frühjahrsrunde wieder zur Verfügung steht.

Bei der Nachfolge für Slobodan Maglov will der Hattinger SV nichts überstürzen. Gaßner: „Mir schwebt ein Nachfolger zwar schon vor, doch sollte diese Verpflichtung nicht klappen, ist auch eine Fortsetzung der Interimslösung denkbar.“

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