Neues Baugebiet geht an den Start

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Jutta Freudig
Redakteurin

Der Gemeinderat hat im Vorfeld der Realisierung des Feuerwehrgerätehaus-Neubaus die Planungsleistungen für ein städtebauliches Konzept im Gebiet „Hinterwieden II“ oberhalb der Sporthalle für 35 187 Euro an das Stuttgarter Büro Baldauf vergeben. Auf dem 4,3 Hektar großen Gelände soll ein Mischgebiet aus öffentlicher Nutzung und mehrgeschossigem Wohnbau entstehen. Das Städtebaukonzept bildet die Grundlage für die Erarbeitung des notwendigen Bebauungsplans.

Derzeit existiert im Konzeptbereich bereits ein Gewerbegebiet mit nichtstörenden Betrieben. Zwischen der Sporthalle und der bestehenden Bebauung will man als erstes das neue Feuerwehrhaus bauen. Ebenfalls in diesem Bereich vorgesehen ist für einen späteren Zeitpunkt ein DRK-Gebäude und in Richtung Weisenbach oberhalb der Halle des ehemaligen Textilwerks Schauenstein eine Auslagerung des Gemeindebauhofs. Wie Bürgermeister Markus Hugger bei der Sitzung erläuterte, wird bis in etwa zwei oder drei Jahren mit der Realisierung des Feuerwehrmagazins gerechnet. Zu beiden anderen öffentlichen Bauten gebe es noch keine konkreten Pläne.

Oberhalb des bestehenden Gewerbegebiets ist auf der derzeitigen landwirtschaftlichen Fläche eine weitere Wohnbaufläche mit mehrgeschossigen Häusern geplant. In diesem Bereich sollen die in der Gemeinde dringend benötigten Wohnungen erstellt werden, darunter auch Mietwohnungen. Hierfür gebe es ebenfalls noch keine konkreten Überlegungen, unterstrich Hugger. Zunächst wolle man nun in das Bebauungsplanverfahren eintreten, in dessen Verlauf die Plandetails festgelegt und die Bürger beteiligt werden.

Gemeinderat Dieter Weißhaupt erkundigte sich nach der Zufahrt zu dem Gebiet und Hugger erläuterte, dass diese im unteren Bereich bei der Sporthalle neu gestaltet werden müsse, vor allem um die Feuerwehrzufahrt zu ermöglichen. Die derzeitigen Anwohner im Gebiet „Hinterwieden I“, die in größerer Zahl als Zuhörer an der Gemeinderatssitzung teilnahmen, äußerten sich sehr kritisch zu den Planungen auf beiden Seiten ihrer Gebäude. „Wir dachten, wir ziehen in eine Gegend mit ruhigem Mischgewerbe“, so eine Zuhörerin. Ortsbaumeister Martin Kohler hob hervor, dass es bereits Prüfungen hinsichtlich des Schallschutzes gegeben habe. Die Werte für ein Mischgebiet würden in jedem Fall eingehalten, betonte Bürgermeister Hugger. Ein Vorschlag von Gemeinderat Weißhaupt, die öffentlichen Bauten durch Bepflanzung von den Wohnbereichen „optisch und akustisch“ abzutrennen, wurde allseits befürwortet.

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