Narrenvereien Hewenschreck feiert 25. Geburtstag mit großer Sause

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 Der Narrenverein Hewenschreck feiert am Samstag, 16. Februar, mit einer großen Jubiläumsparty in der Donauhalle sein 25-jährige
Der Narrenverein Hewenschreck feiert am Samstag, 16. Februar, mit einer großen Jubiläumsparty in der Donauhalle sein 25-jähriges Bestehen. Die Geister mit dem braun-grau-weinroten Häs und der typischen Maske wirken alljährlich auch beim Umzug mit. (Foto: Jutta Freudig)
Jutta Freudig
Redakteurin

Burg Hewenegg

Die Burg Hewenegg, von deren Geschichte sich die Hewenschreck-Geister ableiten, wurde während des 13. Jahrhunderts erbaut und 1291 erstmals im Zusammenhang mit einem Rudolf von Hewen erwähnt.

Im Jahr 1398 wurde sie an das Herzogtum Österreich verpfändet. 1404 werden als Besitzer die Grafen von Lupfen-Stühlingen genannt.

Später muss die Burg zerstört worden sein, denn 1476 wird sie als Burgstall bezeichnet. Eine weitere Zerstörung fand 1639 während des Dreißigjährigen Krieges statt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts blieben noch Mauerreste erhalten. (jf)

Vor 25 Jahren haben sie die Geister der einstigen Burg Junghewen bei Immendingen zu neuem Leben erweckt: Die 30 Gründungsmitglieder der Narrengruppe Hewenschreck ahnten damals wohl kaum, dass sie 2019 mit ihrem auf nun rund hundert Narren angewachsenen Verein einen großen Jubiläumsabend feiern, zu dem sich Zünfte aus der ganzen Umgebung angesagt haben. Am Samstag, 16. Februar, um 20 Uhr beginnt die Jubiläumsparty in der Donauhalle. Auf dem Programm stehen Brauchtumsvorführungen der Gastzünfte und Showtänze.

„Das wird eine Jubiläumsparty, nicht nur ein Hewiball“, sagt der Vorsitzende Martin Weißhaupt. Der 29-jährige Architekt im Praktikum ist seit Mai 2017 Vorsitzender der Hewenschreck und hat damals Silke Schuler abgelöst, die 19 Jahre an der Spitze des Vereins stand. Wie er berichtet, werden sämtliche Narrenvereine der Gemeinde Immendingen beim Ball zu Gast sein und am Programm mitwirken. Weitere Gastvereine sind die Seltenbach-Geister Tuttlingen, die Unterdorfhexen Tuttlingen/Immendingen und der Turnverein. Für musikalische Programmbeiträge sorgen die Gemeindemusikkapelle Immendingen, die Gruppe „Il Basaltos“ und das Duo „Dine und Robi“.

Auf dem Programm stehen laut Weißhaupt unter anderem ein Brauchtumstanz der Zimmerer Teufel, der Hanseletanz der Strumpfkugler-Zunft, ein Showtanz des Turnvereins und eine 15-minütige Tanzvorführung der Hewenschrecks, für die noch ein letztes Mal Nicole Wußler die Choreografie einstudiert hat. „An dem Tanz beteiligen sich die Frauen, die Männer und die Kinder der Hewis“, verrät der Vorsitzende. Ehrungen seien bei dem Jubiläumsabend nicht vorgesehen, sagt Martin Weißhaupt. „Beim Jubiläumsabend sollen das gemeinsame Feiern und die Geselligkeit im Mittelpunkt stehen."

Chronik: 1994 bis zum festen Bestandteil der Vereine

Im Jahr 1994 hatten sich vorwiegend einige Frauen zusammengetan, um mit dem Wunsch, auch unter der Maske an der Immendinger Fasnet mitwirken zu können, an die Narrenzunft heranzutreten. Eine gemeinsame Verwirklichung schlug dabei aber fehl.

Stattdessen wurden die 30 Gründungsmitglieder selbst aktiv und riefen nach einer Geschichte über die Burg Junghewen den „Hewenschreck-Geist“ ins Leben. „Es war nicht ganz einfach, eine neue Narrenfigur zu kreieren“, sagt der Vorsitzender Martin Weißhaupt. Man habe einige Recherchen betrieben, ehe es soweit war. 1995 dann fand die Wahl zur ersten Vorstandschaft statt und die Hewenschrecks beteiligten sich erstmals am Umzug in Immendingen, wobei sie das typische braun-grau-weinrote Häs und die unverkennbare Maske trugen.

Die Mitgliederzahl wuchs über die Jahre bis über hundert an.

1996 wurde der erste Ball der Hewenschreck veranstaltet, damals noch im Soldatenheim. Nach großer Resonanz und Umzug in die Donauhalle zum zehnten Geburtstag fand der „Hewi-Ball“ jeweils im zweijährigen Rhythmus statt. Mit der Feier zum 20-jährigen Bestehen 2014 unterstrichen die Hewis ihre lange Tradition und den Zusammenhalt als Narrengruppe mit Mitgliedern vom Kind bis zum Erwachsenen. (jf)

Burg Hewenegg

Die Burg Hewenegg, von deren Geschichte sich die Hewenschreck-Geister ableiten, wurde während des 13. Jahrhunderts erbaut und 1291 erstmals im Zusammenhang mit einem Rudolf von Hewen erwähnt.

Im Jahr 1398 wurde sie an das Herzogtum Österreich verpfändet. 1404 werden als Besitzer die Grafen von Lupfen-Stühlingen genannt.

Später muss die Burg zerstört worden sein, denn 1476 wird sie als Burgstall bezeichnet. Eine weitere Zerstörung fand 1639 während des Dreißigjährigen Krieges statt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts blieben noch Mauerreste erhalten. (jf)

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