Messanlagen bremsen Innerortstempo

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 Die stationären Geschwindigkeits-Messanlagen des Landkreises Tuttlingen in Immendingen, Zimmern und Geisingen-Aulfingen sorgen
Die stationären Geschwindigkeits-Messanlagen des Landkreises Tuttlingen in Immendingen, Zimmern und Geisingen-Aulfingen sorgen für eine Reduzierung des Tempos, das auf den Ortsdurchfahrten, wie hier in Immendingen, gefahren wird. Das belegen die geringen Beanstandungsquoten, die jetzt aktuell wieder für 2018 vorgelegt wurden. (Foto: Jutta Freudig)
Jutta Freudig
Redakteurin

Sieben Messanlagen

Insgesamt betreibt der Landkreis Tuttlingen in sieben Orten im Kreis stationäre kommunale Geschwindigkeits-Messanlagen. Dabei zählte Immendingen zu den ersten Gemeinden, die mit den Messgeräten ausgestattet wurden. Zunächst befand sich der Messbereich nur innerhalb der Immendinger Ortsdurchfahrt, später wurde eine der Messsäulen nach Zimmern versetzt. Die übrigen Tempomessanlagen des Landkreises befinden sich an den Ortsdurchfahrten in Geisingen-Aulfingen, Rietheim-Weilheim, Neuhausen ob Eck, Schura, Deilingen und Wehingen.

Bei den Geschwindigkeitsmessungen des Landkreises Tuttlingen im Jahr 2018 haben sich nur sehr geringe Beanstandungsquoten von 0,27 Prozent in den Ortsdurchfahrten Immendingen und Zimmern sowie von 0,28 Prozent in der Ortsdurchfahrt Geisingen-Aulfingen ergeben. In Immendingen und Zimmern wurden von den beiden stationären Tempomessanlagen rund 2,2 Millionen Fahrzeuge gemessen, in Aulfingen 401 715.

Über die aktuellen Messdaten der Radargeräte, die auch in Rietheim-Weilheim, Neuhausen ob Eck, Schura, Deilingen und Wehingen betrieben werden, informierte der Landkreis Tuttlingen bei einer Sitzung des Kreistagsausschusses für Technik und Umwelt. Etwas höher lagen die Beanstandungsquoten bei den mobilen Tempomessungen des Kreises.

Die beiden stationären Tempomessgeräte an den Ortsdurchfahrten in Immendingen und Zimmern waren 2018 fast das ganze Jahr über in Betrieb. Gemessen wurde an 344 Tagen (2017: 331). Dabei wurden Messdaten für knapp 2,2 Millionen Fahrzeuge (2017: etwa 2,1 Millionen) ermittelt.

Die Geräte zeigten in 5873 (3945) Fällen Geschwindigkeitsüberschreitungen an. Damit betrug die Beanstandungsquote 0,27 Prozent (2017: 0,19 Prozent). In fast allen Fällen, nämlich 5735 (3806), wurde lediglich ein Verwarnungsgeld festgesetzt. Wegen gravierender Geschwindigkeitsverstöße gab es in 138 (139) Fällen ein Bußgeldverfahren. 22 Mal (21) wurde als Nebenfolge ein Fahrverbot verhängt. Fünf Fahrer überschritten das erlaubte Innerortstempo um 41 bis 50 Stundenkilometer.

In Aulfingen war die stationäre Tempomessanlage 2018 an 153 Tagen (2017: 38 Tage) im Einsatz. Insgesamt wurden 401 715 (54 303) Autos gemessen und in 1106 (2017: 91) Fällen Geschwindigkeitsüberschreitungen ermittelt. Das bedeutete eine Beanstandungsquote von 0,28 Prozent (2017: 0,17). Verwarnungsgeld mussten 1034 (86) Fahrer bezahlen. Wegen gravierender Tempoüberschreitungen leiteten die Behörden gegen 72 (fünf) Fahrer ein Bußgeldverfahren ein. In 13 Fällen (2017: keine) wurde zusätzlich ein Fahrverbot ausgesprochen. Drei Fahrer überschritten die Tempogrenze von Tempo 50 um 41 bis zu 50 Stundenkilometer.

Mobile Messungen an 81 verschiedenen Stellen

Kreisweit, außer in Tuttlingen und Spaichingen, gab es 2018 auch mobile kommunale Geschwindigkeitsmessungen. Diese wurden an 81 verschiedenen Messstellen vollzogen. Dabei wurden 240 694 (2017: 263 383) Fahrzeuge gemessen und 9045 (10 459) Tempoüberschreitungen festgestellt. Es gab 8388 (9699) schriftliche Verwarnungen mit Verwarnungsgeld und 657 (760) Mal ein Bußgeldverfahren. Die Beanstandungsquote lag höher als bei den stationären Anlagen und zwar bei 3,76 Prozent (2017: 3,97 Prozent).

Wirkung der Messanlagen kann auch abnehmen

„Die geringe Beanstandungsquote in allen betroffenen Ortsdurchfahrten belegt, dass die stationären Messungen zu einer Geschwindigkeitsreduzierung beitragen“, so die Bilanz seitens des Landkreises. Es zeige sich allerdings auch, dass die Wirkung stationärer Messanlagen abnehme, wenn diese längere Zeit nicht mit einer Kamera bestückt sind. Anfang 2020 will die Kreisverwaltung dem Kreistagsausschuss für Technik und Umwelt erneut aktuelle Daten über die stationären Geschwindigkeitsmessungen vorlegen. Auch mobile kommunale Messungen wird der Landkreis in diesem Jahr wieder vornehmen.

Sieben Messanlagen

Insgesamt betreibt der Landkreis Tuttlingen in sieben Orten im Kreis stationäre kommunale Geschwindigkeits-Messanlagen. Dabei zählte Immendingen zu den ersten Gemeinden, die mit den Messgeräten ausgestattet wurden. Zunächst befand sich der Messbereich nur innerhalb der Immendinger Ortsdurchfahrt, später wurde eine der Messsäulen nach Zimmern versetzt. Die übrigen Tempomessanlagen des Landkreises befinden sich an den Ortsdurchfahrten in Geisingen-Aulfingen, Rietheim-Weilheim, Neuhausen ob Eck, Schura, Deilingen und Wehingen.

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