Kegelprojekt macht allen Beteiligten viel Spaß

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Für die Kinder ist es ein riesiger Spaß, für den Kegelsportclub Immendingen ein interessantes Projekt, bei dem vielleicht sogar Nachwuchs gewonnen werden kann: Seit dem neuen Schuljahr beteiligen sich acht Kinder aus den dritten und vierten Klassen der Grundschule Immendingen im Rahmen der Verlässlichen Grundschule an der Arbeitsgemeinschaft „Kegeln".

Die Clubmitglieder, die schon das Rentenalter erreicht und die Nachmittage frei haben, kümmern sich mit viel Aufwand um die acht- bis zehnjährigen, zukünftigen Kegeltalente. Auf den Kegelbahnen des Gasthauses „Hauser" in Hattingen herrschen für das "Training" der Kegelschüler ideale Bedingungen.

Groß und Klein kegeln zusammen

Es ist kurz nach 14.30 Uhr am Mittwochnachmittag. Auf den Bahnen der „Hauserei" warten schon eine ganze Anzahl der KSC-Mitglieder auf die Kinder. Für die Dritt- und Viertklässler findet an diesem Nachmittag in der Schlossschule die „Verlässliche Grundschule" statt, die Kegel-AG zählt als Unterricht.

Mit Shirts und Turnhosen ausgestattet, werden die fünf Jungen und drei Mädchen direkt an der Schule von Rita Hannemann im Kleinbus abgeholt und zu den Kegelbahnen gebracht. Samanta, Yasin, Mahbuba, Elias, Tuoyo, Aram, Christos und Gabriel rennen zu den Bahnen. Die Kinder sind eine Multi-Kulti-Gruppe mit Hautfarben in allen Schattierungen, kommen aus Nigeria, Afghanistan, der Türkei, Syrien und Deutschland.

Der Kontakt zur Schlosschule wurde für den KSC über die Keglerfamilie Großmann geknüpft.

Ingrid Großmann ist eine der Betreuerinnen in der Verlässlichen Grundschule. Nach der Vorstellung des Angebots sind schnell acht Teilnehmer gefunden, die Höchstzahl, die man bei vier Kegelbahnen annehmen will.

Kegel-AG: Ein Image-Projekt

Für den Kegelsportclub macht die Kegel-AG mit den Kindern in zweifacher Hinsicht Sinn, wie Sportwart Markus Egle erklärt. Einerseits ist das ein Image-Projekt, bei dem der KSC sich in der Öffentlichkeit darstellen kann, andererseits erhofft man sich, den einen oder anderen Jungkegler für die Zukunft zu gewinnen. Nachwuchs-Arbeit betreiben die Kegler durchaus auch in den eigenen Reihen.

Dennoch will der KSC seine Nachwuchsarbeit weiter ausbauen. Da die „Kegelschule" nachmittags stattfinden muss, sind bei den Betreuern viele im Ruhestand befindliche Kegler vertreten. Zum Betreuerteam zählen Rolf Malitzke, Kurt und Beate Hoffmann, Reingard und Erich Zirkel, Rita Hannemann sowie zweiter KSC-Vorsitzender Markus Großmann und Markus Egle.

Für die AG wurden eigens kleine Kugeln angeschafft. Beim Kauf sowie bei den Kosten für die Nutzung der Kegelbahnen helfen laut Egle Sponsorengelder. Wobei betont wird, dass die Familie Hauser ebenfalls große Unterstützung einbringt. „Die Kinder sind mit Feuereifer dabei“, so Egle, was sich beim Blick auf deren begeistertes Üben und beim genauen Befolgen der Anweisungen zeigt.

Nach dem Wurf wird voller Spannung verfolgt, ob die Kugeln ihr Ziel treffen. Und ein bisschen Ehrgeiz kommt auch in diesem frühen Trainingsstadium schon hinzu. Denn Markus Egle hält eine große Schokoladen-Packung hoch und wer einen „Siebener" wirft, darf sich daraus bedienen... Also dann, „Gut Holz!"

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