Immendinger Imker sorgen sich um die Wildbienen

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Bei der Ausstellung erhalten die Besucher an Schaukästen und dem Bienenmobil von Vertretern des Bezirksimkervereins Immendingen
Bei der Ausstellung erhalten die Besucher an Schaukästen und dem Bienenmobil von Vertretern des Bezirksimkervereins Immendingen Informationen zur Imkerei. Von links: Daniela Heinz vom Vorstand, Vorsitzender Peter Glökler, Jungimker Jochen Heinz. (Foto: F. Dreyer)
Franz Dreyer

Aus Anlass des Tages der deutschen Imkerei hat der Bezirksimkerverein Immendingen am Wochenende beim unteren Schloss eine gelungene Ausstellung präsentiert und dabei viel Wissenswertes rund um die Bienen vermittelt. Vertreter des Imkervereins, voran Vorsitzender Peter Glökler, informierten die in stattlicher Zahl gekommenen Interessenten darüber was die Imkerei bedeutet.

Die Schautafeln des neu angelegten Bienenlehrpfades, der zur Dauereinrichtung wird, vermittelte einen Einblick in das Reich der Honigbienen. Diese sind nicht nur Honiglieferanten. Bei ihrer kleinen Größe leisten sie erstaunliches. Für die Obstbauern und die Landwirte sind die Bienen zur Bestäubung der Blüten unverzichtbare Helfer. Ohne Bienenflug gäbe es bei einzelnen Kulturen weitaus geringere Erträge.

An den Schaukästen konnte den Besuchern das Leben der Bienen als Volk erklärt werden. Bebilderte Rähmchen vermittelten auf anschauliche Weise alle Lebensabschnitte im Bienenstock.

Bei der gebotenen Präsentation wurden auch die weiteren Insektenarten nicht vergessen. Gefertigt wurde für die Ausstellung ein großes Insektenhotel, das dauerhaft Bestand haben wird. Erste Erfolge stellen sich bereits ein: Die Besucher erfuhren, dass Teile des Insektenhotels bereits besiedelt sind. Mit Unterstützung von Gärtnermeister Alexander Zonta wurde eine Blumenwiese angelegt, die inzwischen vielfältige Blüten aufweist auf der es summt und brummt. Als Attraktion hat der Bezirksimkerverein speziell für die Ausstellung das Bienenmobil ausgeliehen.

„Bienen sind eine Wunderwelt“, sagt Peter Glökler, Vorsitzender des Bezirksimkervereins. „Unser aller Aufgabe ist es, dem Bienen- und Insektensterben Einhalt zu gebieten“, so sein Appell. Bei den Honigbienen sieht er die Situation nicht ganz so dramatisch. Schlimmer sehe es hingegen bei den Wildbienen aus, da es an geeigneten Flächen als Futterquellen fehlt. Deshalb der Rat: „Mit einem blütenreichen Beet oder einer unaufgeräumten sonnigen Ecke im Garten tut man für die Tiere was Gutes.

Zum diesjährigen Honigertrag befragt, wusste Glökler zu berichten, dass es wegen der kühlen und nassen Witterung im Mai nur wenig Blütenhonig gab und der Waldhonig fast ganz ausfiel. Als erfreulich bezeichnete er, dass die Zahl der Jungimker wieder zunimmt. In den vergangenen Jahren habe er an die 20 Interessenten ausgebildet.

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