Imker und Kinder säen Fläche im Donauuferpark ein

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Wildbienen brauchen blühende Wiesen, um brüten zu können. Anleitung für die Kinder geben (hinten von links): Erzieherin Nadine V
Wildbienen brauchen blühende Wiesen, um brüten zu können. Anleitung für die Kinder geben (hinten von links): Erzieherin Nadine Vorusso, Manfred Kraft, Bienenweideobmann des Landesverbands Badische Imker, Gärtnermeister Alexander Zonta von der Gemeindegärtnerei, Imker Joachim Mink, der Vorsitzende des Bezirksimkervereins, Peter Glökler und Kindergartenleiterin Kathrin Leiber. (Foto: Jutta Freudig)
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Der Bezirksimkerverein, die Gemeinde Immendingen und die Kinder der Kindertagesstätte Donaupark wollen dazu beitragen, einen neuen Lebensraum für Wildbienen zu schaffen. Sie haben am Dienstagmorgen auf einer großen Wiesenfläche im Donauuferpark eine Spätsommersaat der Mischung „Blühende Landschaft“ ausgebracht.

Daraus entsteht im kommenden Frühjahr eine Blühwiese, die als Nistplatz für verschiedene Wildbienenarten dient. Die Aktion ist Teil des Projekts „Blühende Naturparke“, das vom Land Baden-Württemberg und vom Landesverband Badischer Imker propagiert wird, um weiteres Insektensterben zu verhindern.

Die Initiative ging vom Vorsitzenden des Bezirksimkervereins Immendingen, Peter Glökler, aus. Glökler, gleichzeitig Mitglied des Gemeinderats, hat in der Vergangenheit mehrfach Aktionen rund ums Thema Bienen angestoßen. Unterstützt wurde er durch den Bienenweideobmann des Verbands Badischer Imker, Manfred Kraft, den einheimischen Imker Joachim Mink und Gärtnermeister Alexander Zonta von der Gemeindegärtnerei. Viel Freunde an dem Saat-Projekt hatten auch 23 Kinder der benachbarten Kindertagesstätte Donaupark im Alter zwischen drei und sechs Jahren, die von Leiterin Kathrin Leiber und Erzieherin Nadine Vorusso begleitet wurden.

Kraft erläuterte, wie wichtig das Finden von Flächen für Blühwiesen und das Säen der unterschiedlichen Wiesenblumenarten vom Hornklee bis zur Kornblume sei, damit die mehr als 500 Arten von Wildbienen einen Lebensraum zum Brüten finden. Solche Wiesen dürfen nicht bewirtschaftet werden, um die im Boden abgelegte Brut nicht zu gefährden. Neben dem Naturschutz ist das Einbeziehen von Kindern in die Aussaat-Aktionen ein weiterer positiver Effekt des landesweiten Projekts. Kraft: „Die Kinder sollen wieder mehr Bodenhaftung bekommen, sich mit Insekten, Boden und Pflanzen befassen.“ Im kommenden Frühjahr werden die Kinder die Blühwiese besuchen, um den Erfolg des Projekts zu erleben.

Das Anlegen der Blühwiese im Donauuferpark ist nur eine der Aktionen, die der Bezirksimkerverein in jüngerer Zeit betreibt, um das derzeit vieldiskutierte Thema Schutz von Bienen und Insekten durch Öffentlichkeitsarbeit volksnah aufzubereiten. Außerdem wurde bereits ein „Bienenhotel“ geschaffen, das ebenfalls als Nistplatz für Wildbienen und Insekten dient. Weiter entstand der erste Teil eines Lehrpfads über Honigbienen im Donauuferpark, der 2020 noch erweitert werden soll. Glökler sagt: „Im Frühjahr wollen wir noch einen Bienenstand und einen Schaukasten mit Informationen über Bienen aufstellen.“

Der Park an der Donau wird auch von vielen Radfahreren auf dem Donauradwanderweg durchquert. „Am Radweg geben wir künftig einen Hinweis, hier geht's zum Bienenlehrpfad“, so Glökler weiter. Insgesamt gehe es den Imkern darum, nicht nur etwas für Honigbienen zu tun, sondern mit ihren Aktionen hauptsächlich Wildbienen zu schützen und deren Arten in Koexistenz mit anderen Insekten zu erhalten.

Info:

571 von weltweit rund 30 000 Wildbienenarten leben in Deutschland. Rund drei Viertel der deutschen Wildbienenarten brauchen Wiesenflächen zum Brüten. Sie graben sich in diesen Wiesen Löcher und legen dort ihre Brut ab, die sich dann verpuppt und im kommenden Frühjahr schlüpft. Mehr als 50 Prozent der deutschen Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

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