Hintschingen soll Haus mit 17 Wohnungen erhalten

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 So soll das neue Gebäude aussehen. Die Planung des Architekten Thomas Kreuzer wurde bei der Vorstellung positiv aufgenommen.
So soll das neue Gebäude aussehen. Die Planung des Architekten Thomas Kreuzer wurde bei der Vorstellung positiv aufgenommen. (Foto: Visualisierung: PM)

Die mit dem Abbruch des Gasthauses „Hirschen“ in der Hintschinger Ortsmitte entstandene Baulücke soll wieder geschlossen werden. Die Adventus GmbH aus Bühl, die sich auch für die Aufwertung des Bahnhofsareals in Immendingen engagiert, will auf der freien Fläche ein Mehrfamilienwohnhaus mit 17 Wohneinheiten bauen. In einem stark besuchten Informationsabend wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ortsvorsteherin Marlies Aschmann erinnerte daran, dass der „Hirschen“ zu den Gehöften zählte, die das Ortsbild geprägt hätten. Als Kulturzentrum des Ortes wurde in der Gaststätte auch der Narrenverein gegründet. „Dieser besteht noch, der „Hirschen“ jedoch nicht mehr. Wir sind gespannt, was nun auf dem Hirschenplatz entsteht“, sagte sie.

Laut den von Bürgermeister Markus Hugger gegebenen Erläuterungen, muss sich die Bebauung nach Art, Maß und Umfang in die Umgebung einfügen. „Eine Bebauung, entsprechend dem vorliegenden und bereits detailliert ausgearbeiteten Vorentwurf könnte sich die Gemeinde vorstellen“, so Hugger.

Die von Architekt Thomas Kreuzer erarbeitete und vorgestellte Planung berücksichtigt die gegebene Ausgangslage. Sein Entwurf übernehme die Geometrie der bestehenden großen Bauernhäuser und werde trotz der nahen kleineren Gebäude in das Ortsbild passen, sagte Kreuzer.

Gebäude soll sich in Gebäudekette einfügen

Während die Grundfläche des Neubaues zwar derjenigen des Hirschen entsprechen würde, sieht die Planung vor, den Baukörper mit einem größeren Abstand zur Ortsstraße zu realisieren. „Der Neubau würde sich dennoch in die hintere Gebäudekette einfügen“, so der Planer. Während im Keller des, mit einem Aufzug und einer Holzfassade ausgestatteten, Gebäudes Abstellräume vorgesehen sind, würden im Erd- und ersten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss Wohnungen in verschiedenen Größen entstehen. Mühe hat sich der Planer mit der Ausweisung und Gestaltung der Stellplätze gegeben. Diese sollen vor dem Gebäude angeordnet werden. Die Gestaltung und an der Ortstraße angeordnete Carports sollen einen ansprechenden Blick auf das Gebäude bieten.

Bauträger zeigt sich offen für Vorschläge

Die Planung wurde insgesamt positiv aufgenommen. Eine geäußerte Sorge bezog sich auf die ausreichende Zahl von Stellplätzen, was auch Hugger unterstützte. Die Anregung, diese hinter dem Baukörper auszuweisen sei jedoch mangels einer geeigneten Zufahrt nicht möglich. Der Geschäftsführer des Bauträgers, Ove Johannsen, und sein technischer Leiter, Gerd Paul, die das Projekt so schnell wie möglich realisieren wollen, zeigten sich dem Stellplatz-Anliegen gegenüber aufgeschlossen.

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