Hebammenrennen krönt Immendinger Fasnet

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Jutta Freudig

Das Hebammen- und Altweiberrennen ist am Dienstagnachmittag zum bunten Narrenlauf und letzten Höhepunkt der Immendinger Fasnacht 2018 geworden. Zwölf närrische Gruppen beteiligten sich an dem von vielen Zuschauern verfolgten Ereignis.

Bei schönstem Wetter waren von den mobilen Hebammen über schillernde Pfauen und Ghostbusters bis hin zum Wikingerschiff alle möglichen närrischen Ideen vertreten. Zunftmeister Peter Grieninger führte den Zug an der Spitze der Narrenkapelle an. Ihm folgte Ehrenzunftmeister Helmut Bötztler als „Immendinger Wolperdinger“, ehe die Finsterwald-Hexen ihren ersten Auftritt hatten. Im eindrucksvollen blau-grünen Federkleid zeigten sich die „Zunftrats-Pfauen“.

Ihr Motto: „Und sind die Manne im Zunftrot älle krank, schlage mir immer no ä Rad, Gott sei Dank.“ Passend zum Motto Altweiberrennen waren als nächstes die „Alten Schachteln“ unterwegs, gefolgt von Veronika, Eva und Martin Hall als „Marionetten vom Schloss“. Das Puppentheater war bereits auf der Suche nach seinem Meister bei der (Bürgermeister-) Wahl am 18. März. Die grassierende Zunftkrankheit traf auch die Donaugeister, die mit Lazarett, Rollstuhl und Bandagen vorbeizogen.

Im Auftrag von Facebook und Twitter war die Gruppe Schoner als „Z(M)ombies“ unterwegs und verlangte die „Vernichtung jeglicher analoger Informationen“ sowie Social Media als Hauptfach an Schulen. Noch einmal auf die Straße gebracht wurde das „Hewi-Kino“, indem die Hewenschreck so mache Filmfigur aufleben ließen.

Nordmänner bilden den Schluss

Als „Strichmännle“ war die Gruppe Patricia Kreuziger vertreten. Das passende Motiv fürs Rennen hatten die „Mobilen Hebammen“ ausgesucht: Die Montags-Gruppe schob einen überdimensionalen Kinderwagen vor sich her. Die jungen Hansele machten die Straße als „Ghostbusters“ unsicher, ehe die Fasnetdienstagsgruppe im elften Jahr ihrer Teilnahme am Rennen mit einem Wikingerschiff und Nordmännern mit langen Bärten den Schluss bildete.

Der närrische Lauf mit fahrbaren Untersätzen am Fasnachtsdienstag heißt in Immendingen traditionell „Altweiber- und Hebammen-Rennen“. In diesem Jahr pflegten die Narren diese Tradition in besonderem Maß, indem sowohl Hebammen als auch alte Schachteln beim dem Umzug mitwirkten.

Bei der Hauptversammlung der Narrenzunft war die Devise ausgegeben worden, sich wieder stärker auf die Alleinstellungsmerkmale der heimischen Fasnet zu konzentrieren. Das hat offenbar gewirkt.

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