Nach den Wahlen bei der Generalversammlung des Narrenvereins Hattingen: (von links) Marko Citro, neuer Narrenrat, Harald Marusi
Nach den Wahlen bei der Generalversammlung des Narrenvereins Hattingen: (von links) Marko Citro, neuer Narrenrat, Harald Marusits, zweiter Vorsitzender, Ramona Trutzl, Kassiererin, Helmar Münzer, Kassenprüfer, mit dem Vorsitzenden Karlheinz Trutzl. (Foto: Narrenverein)
wf

Große Ereignisse werfen beim Hattinger Narrenverein ihre Schatten voraus: Die Hattinger können 2020 ihr 60-jähriges Bestehen feiern. Bereits seit dem Sommer laufen die Planungen und Vorbereitungen. Aus diesem Anlass ist der Verein Ausrichter des großen Narrentags der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee. Bei dessen Umzug werden 3500 Hästräger aus dem ganzen Gebiet der Vereinigung erwartet.

In der Generalversammlung, die mit dem Einmarsch einer Abordnung des Musikvereins mit dem Narrenmarsch begann, informierte Vorsitzender Karlheinz Trutzl über die Jubiläumstage: Gefeiert wird vom 31. Januar bis 2. Februar. Das Ereignis nimmt am Freitag um 19 Uhr mit einem Nachtumzug und über 2000 Aktiven seinen Auftakt. Daran schließt sich eine Partynacht an, in der bei der Straßenfasnacht, in Besenwirtschaften, Zelten und Lokalen zünftig närrisch gefeiert wird. Der Samstag ist zunächst dem Narrensamen gewidmet: Um 13,30 Uhr beginnt der Kinderumzug mit anschließender Aufstellung des Narrenbaums und dem Kindernachmittag in der Witthohhalle. Um 19,30 Uhr steigt der Brauchtumsabend mit einer Vielzahl befreundeter Vereine und Zünfte, der in eine weitere Partynacht übergeht. Der Jubiläumssonntag beginnt mit einer Messe für die Narren um 9 Uhr in der Pfarrkirche. Um 10 Uhr treffen sich die Zunftmeister zum Empfang. Bei dem um 13.30 Uhr startenden Umzug, dem Höhepunkt der Geburtstagsfeier, geben sich 50 Zünfte aus der ganzen Region ein Stelldichein.

„Wir freuen uns riesig auf das Jubiläumswochenende, wenngleich die Veranstaltung einen echten Kraftakt für den Narrenverein und ganz Hattingen bedeutet“, sagt Trutzl. In der der heißen Phase der Planungen wurden bereits die Umzugsstrecke festgelegt und die Parkplatzfrage geklärt. Viel Freude gibt es darüber, dass alle Hattinger Vereine mitziehen und der Narrenverein auch von auswärts, insbesondere, was die Bereitstellung und Bewirtung von Besenwirtschaften, Buden und Ständen betrifft, große Unterstützung erfährt. Der Verein als Veranstalter wird über die drei Tage selbst die Witthohhalle und ein Barzelt bewirten. Die Bedeutung des Jubiläums unterstrich Bürgermeister Markus Hugger: „Die Narrentage repräsentieren die gesamte Gemeinde“.

Trotz des beträchtlichen Aufwands für das Jubiläum wird eine zünftige Ortsfasnet gefeiert. Zudem geht es zum 40-jährigen Bestehen der Zimmerer Teufelsbrut. Bereichert werden die Umzüge in Eigeltingen und Hohenfels. Am 23. Dezember gibt es den Weihnachtsmarkt „Letzte Minute“.

Unter dem Dach des Hattinger Narrenvereins gibt es als Untergruppen phantasievolle Narrenfiguren. So die Kuhgruppe, die in der weithin bekannten „ Hattinger Lege“ ihren Ursprung hat, nämlich dem Vieh am morgen soviel Futter in die Krippe werfen, dass dieses auch für die Abendfütterung ausreicht, die Hattinger Zimmermänner, die Witthohgeister und die Mädchengarde. (wf)

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