Glasfaserausbau in Immendingen geht voran

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 Große Rollen mit Kabeln kennzeichneten in den letzten Wochen die Stellen, an denen der Breitband- und Glasfasernetzausbau vora
Große Rollen mit Kabeln kennzeichneten in den letzten Wochen die Stellen, an denen der Breitband- und Glasfasernetzausbau vorangetrieben wird. Sowohl der Landkreis Tuttlingen als auch die Telekom sind im Ortsgebiet aktiv. (Foto: Jutta Freudig)
Jutta Freudig
Redakteurin

Im Raum Immendingen geht der Ausbau des Glasfaserkabel- und Breitbandnetzes zügig voran. Der Landkreis Tuttlingen hat das sogenannte "Backbone"-Netz über Emmingen, Hattingen, die Gewerbegebiete "Donau-Hegau" und "Ob der Donau" in Richtung Geisingen verlegt. Die Gemeinde Immendingen investiert über 1,3 Millionen Euro, um die Gewerbegebiete versorgen zu können und die Voraussetzungen für die Anschlüsse der Ortsnetze zu schaffen. Auch die Telekom hat wieder Kabelarbeiten im Kernort aufgenommen. Über die aktuelle Situation in Sachen Breitband in der Gesamtgemeinde informierte Bürgermeister Markus Hugger bei der Ortschaftsratssitzung in Hattingen.

Der Landkreis schließt dieses Jahr Geisingen an. So wurde zunächst das Glasfaserkabel über den Windegg durch Hattingen zum Hattinger Bahnhof verlegt. Am Hattinger Bahnhof befindet sich eine der Übergabestationen an die künftigen kommunalen Netze, ein so genannter „PoP“ (Point of Presence). Von diesem Knotenpunkt aus wird das nahe Gewerbegebiet „Donau-Hegau“ versorgt. Ferner ist der PoP Hattingen Anschlusspunkt für den Ausbau des Breitband-Ortsnetzes in Mauenheim. Eine weitere Übergabestation des Backbone-Netzes gibt es im Gewerbegebiet „Ob der Donau“. Schließlich verlegt die Gemeinde auf der Backbone-Strecke zwischen Hintschingen und Kirchen-Hausen ihre Rohrverbände für die spätere Versorgung des Ortsteils Hintschingen über den PoP Kirchen-Hausen mit. Der Aufwand für diese Maßnahmen liegt bei rund 2,3 Millionen Euro, wovon die Bezuschussung abgeht. Für sämtliche Investitionen, die in diesem Jahr in Sachen Breitbandausbau anfallen, hat die Gemeinde mehr als 1,3 Euro im Etat 2018 eingestellt.

Kosten in Höhe von 16 Millionen

Wie Bürgermeister Markus Hugger in Hattingen betonte, wäre für den Vollausbau sämtlicher Ortsnetze für die modernste High-Tech in Sachen Internet ein Gesamtaufwand von 16 Millionen Euro notwendig, den die Gemeinde schultern müsste. Zuschüsse für Ortsnetze wie Immendingen, Zimmern, Hattingen und Ippingen, die mit einer Internetschnelligkeit von 50 MBit pro Sekunde als "versorgt" gelten, gebe es keine.

Dagegen hätten "weiße Flächen" mit schlechter Internetqualität wie Hintschingen, Mauenheim oder Bachzimmern eher Chancen auf Förderung, so dass die Gemeinde dort zunächst tätig wird. Da nun auch die Telekom wieder neue Verkabelungen vornimmt, rechnet Hugger damit, dass letztendlich gemeindeweit ein "dichtes Netz" entsteht.

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