Gewerbegebiet auf Expansionskurs

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Spatenstich für die Erweiterung des Immendinger Gewerbegebiets „Donau-Hegau“ mit (von links) Bauleiter Rolf Eisele, Wolfgang Bur
Spatenstich für die Erweiterung des Immendinger Gewerbegebiets „Donau-Hegau“ mit (von links) Bauleiter Rolf Eisele, Wolfgang Bur (Foto: Jutta Freudig)
Schwäbische Zeitung
Jutta Freudig
Redakteurin

Der erste Teil der für Immendingen wichtigen Gewerbeflächen im Gebiet „Donau-Hegau“ gegenüber der heutigen Kaserne und des künftigen Daimler-Prüfzentrums wird ab dem kommenden Montag für gut 600000 Euro erschlossen. Damit nimmt man die Expansion für ein Gewerbegebiet in Angriff, das seit 1993 existiert und in dem bislang drei Betriebe ihre Niederlassungen hatten.

Gut 16 Hektar groß wird es einmal sein und aller Voraussicht nach werden sich dort auch renommierte Unternehmen aus der Automobil-Zuliefererbranche ansiedeln. Zum Start gab es einen symbolischen ersten Spatenstich.

„Ein namhaftes Zulieferunternehmen für die Automobilbranche hat bereits Interesse an einer Ansiedlung im Gewerbegebiet Donau-Hegau angemeldet“, bestätigte Bürgermeister Markus Hugger vor Ort beim Spatenstich. Da allerdings der genaue Flächenbedarf und noch manche anderen Fragen zu klären sind, wollte der Verwaltungschef keine näheren Angaben machen.

„Außerdem gibt es auch weitere Interessenten, darunter einen einheimischen aus dem Handwerks-Bereich“, so Hugger. Gemeinde und Gemeinderat hatten die wachsende Bedeutung des in idealer Nachbarschaft zum Daimler-Prüfzentrum gelegenen Gewerbegebiets früh erkannt und rechtzeitig die entsprechenden Weichen für Erweiterung, Neuüberplanung und teilweise Umwidmung gestellt. Auch Ausgleichsmaßnahmen im Bereich Naturschutz wurden gestartet.

Für gut 600000 Euro beginnt nun in der kommenden Woche die Erschließung einer sieben bis acht Hektar großen Fläche des 16 Hektar umfassenden Gewerbegebiets „Donau-Hegau“. Rund drei Hektar macht der schon bebaute Teil des Gebiets aus, der Rest wird in einem weiteren Bauabschnitt erschlossen. Die Erschließungsmaßnahme umfasst Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie den Straßenbau.

Die Arbeiten übernimmt die Tuttlinger Firma Storz. Da in der einzigen vorhandenen Erschließungsstraße des Gebiets, der Hardstraße, der Kanal größer dimensioniert werden muss, wird sie ab kommender Woche gesperrt.

Die Firma Schirmbeck nutzt in der Bauzeit ihre provisorische Zufahrt von der Kreisstraße aus. Ist das Gebiet erst voll erschlossen, ermöglichen zwei Kreisverkehre komfortablere Zufahrten.

Geschichte des Gewerbegebiets reicht mehr als 20 Jahre zurück

„Die Geschichte dieses Gewerbegebiets geht 22 Jahre zurück“, berichtete Ortsbaumeister Rainer Guggemos beim Spatenstich im Beisein von Verantwortlichen der Firma Storz und des Ingenieurbüros Burgert.

Zunächst war die Firma Szeglat angesielt, es folgten Schirmbeck und Rigutec. Das ehemalige Rigutec-Gebäude ist jetzt von Schirmbeck erworben worden und einstige Altreifenbestände werden derzeit beseitigt. Das Schirmbeck-Firmengelände wird in der neuen Planung als Industriegebiet ausgewiesen, während die restlichen Flächen unter anderem mit Blick auf den Lärmschutz als Gewerbegebiet definiert werden.

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