Feuerwehr rüstet sich für neue Herausforderungen

Bei Vergleichsvorführungen im Rahmen der Vergabephase informierten sich Vertreter von Feuerwehr und Gemeinderat über die verschi
Bei Vergleichsvorführungen im Rahmen der Vergabephase informierten sich Vertreter von Feuerwehr und Gemeinderat über die verschiedenen Feuerwehrfahrzeuge, Aufbauten und feuerwehrtechnischen Beladungen, die besonders auf flussnahe und waldreiche Gemeinden abgestimmt sind. (Foto: FLORIAN RUEMLER)
jf

Ab dem kommenden Jahr wird ein neues Löschfahrzeug die zweite Löschgruppe der freiwilligen Feuerwehr Immendingen zum Einsatzort bringen. Der Gemeinderat stimmte der Beschaffung des neuen Fahrzeug zu. Damit ist die Wehr auch besser auf klimawandelbedingte Einsätze vorbereitet.

Das neue Löschfahrzeug „LF 20 Katastrophenschutz“ ist für Einsätze in flussnahen und waldreichen Gemeinden wie bei Waldbränden und Unwettern geeignet. Es kostet mehr als 420 000 Euro.

Nach mehr als 30 Jahren hat das Vorgängerfahrzeug, das „LF 16-TS“ nicht nur altersbedingte Mängel auf gewiesen. Es entspreche mit seiner Beladung auch nicht mehr den heutigen Anforderungen, betonte der stellvertretende Hauptamtsleiter Erwin Brunner in der Sitzung des Immendinger Gemeinderates.

Die Feuerwehr Immendingen verfügt derzeit über zwei Löschgruppenfahrzeuge für jeweils neun Mann. Während das aus dem Jahr 2000 stammende, erstausrückende Wehrauto aufgrund seiner Beladung für alle Einsatzzwecke vom Gebäudebrand bis zum Verkehrsunfall geeignet ist, kann das zweite entweder eigenständig eingesetzt werden oder bei Bedarf das erste Fahrzeug mit Löschwasser aus einem offenen Gewässer wie der Donau versorgen. Das geht selbst über längere Strecken. Denn zum neuen Wehrfahrzeug gehört neben der eingebauten Pumpe noch eine zweite mobile Tragkraftspritze und rund 800 Meter Schlauchleitung.

Das „LF 20 KatS“ verfügt außerdem über einen 1000-Liter-Löschwassertank, was sich bei dessen eigenständigem Einsatz beispielsweise bei Vegetationsbränden günstig auswirkt. Mit der eingebauten, auch bei langsamer Fahrt nutzbaren Pumpe, kann die Feuerwehr künftig Waldbrände besser bekämpfen. Die Ausstattung mit einem Wassersauger ist bei Unwetter- und Hochwassereinsätzen nützlich.

Beim neuen Fahrzeug gehe man wieder von einer Lebensdauer von bis zu rund 30 Jahren aus, betonte Brunner. Bürgermeister Manuel Stärk hob hervor, dass von den Gesamtkosten noch ein Zuschuss von 138 000 Euro abgehe. Bedingt durch die Preisentwicklung der letzten Jahre habe das Ausschreibungsergebnis mehr als 35 000 Euro über den 400 000 Euro gelegen, die im Haushaltsplan vorgesehen sind. In Abstimmung mit der Feuerwehr war der Betrag um 8000 Euro gesenkt worden. „In diesem Löschfahrzeug ist nun das drin, was die Feuerwehr für unsere Gegebenheiten braucht", meinte Stärk.

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