Einsatz im Auftrag des Volksbunds Deutschen Kriegsgräberfürsorge

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 Bei der Kranzniederlegung
Bei der Kranzniederlegung (Foto: Udo Tietz)
Schwäbische Zeitung

Für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sind jüngst Mitglieder der Reservistenkameradschaft Immendingen mit drei Reservisten befreundeter Reservistenkameradschaften und zwei aktiven Soldaten des Instandsetzungszentrums 12 aus Ummendorf auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Nordfrankreich im Einsatz gewesen.

Die Soldaten reisten mit Fahrzeugen der Bundeswehr des Instandsetzungszentrums 12, das auch die beiden Fahrer stellte. Auf dem Friedhof Vermandovillers liegen 22 632 deutsche Kriegstote aus dem Ersten Weltkrieg in 15 Sammelgräbern und 9455 Einzelgräbern. Der Auftrag bestand darin, abgekippte Wegplatten wieder ordentlich zu verlegen. Am Wochenende standen dann zeitgeschichtliche Exkursionen an:

Am Freitag besuchten die Reservisten und Soldaten das Australische Nationaldenkmal bei Villers Bretonneux, wo 11 000 australischer Soldaten gedacht wird, die im ersten Weltkrieg ihr Leben ließen.

Am Samstag begaben sie sich in Richtung Normandie, zur Omaha Beach, dem Küstenabschnitt, an dem am 6. Juni 1944 die Landung der Alliierten Streitkräfte erfolgte. Hier wird in einem Museum, das, so Udo Tietz in seinem Bericht von der Reise, allerdings „sehr überfrachtet mit allem Möglichen vollgestopft“ sei, an dieses Ereignis erinnert. Allerdings sind die geschichtlichen Hinweise nur in Französisch und Englisch erläutert.

Auf der Rückfahrt besuchten sie den amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer, auf dem die sterblichen Überreste von 9387 in der Schlacht um die Normandie gefallenen amerikanischen Soldaten liegen.

Am Sonntag ging es nach Compiegne, dem Ort, wo 1918 in einem Eisenbahnwaggon der Waffenstillstandsvertrag zwischen dem deutschen Kaiserreich und den Streitkräften der Entente vereinbart wurde. Im selben Eisenbahnwaggon wurde im Juni 1940 die Kapitulation Frankreichs gegenüber dem Deutschen Reich unterzeichnet. Hier wird das geschichtliche Geschehen in Französisch, Englisch und Deutsch eindrücklich erläutert.

In der zweiten Woche stand dann eine andere Arbeit auf dem Plan: Die Reservisten und Soldaten aus Deutschland mussten die Kreuze abschleifen und neu streichen. „Leider“, so Udo Tietz, „hatten wir für diese Arbeiten nicht unbedingt das ideale Werkzeug zur Hand, so dass diese Arbeiten nicht zu unserer eigenen Zufriedenheit erfolgten, aber dennoch einigermaßen gut erledigt wurden.“

Zum Abschluss legte Delegationsleiter Steffen Zander zusammen mit dem Bürgermeister der Gemeinde Vermandovillers, Cristian Beaufils, einen Kranz für die Gefallenen nieder.

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