„Das Feuer brennt“ bei Teufelweihe in Zimmern

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 Bei der Teufelweihe werden in den Stand der Hästräger der Teufelsbrut aufgenommen: Sophie Kittler (von links), Annika Zander, M
Bei der Teufelweihe werden in den Stand der Hästräger der Teufelsbrut aufgenommen: Sophie Kittler (von links), Annika Zander, Marion Zander, Mareike Zander, Leila Kauschinger und Carina Seemann. (Foto: Franz Dreyer)

Immendingen-Zimmern (frdr) - Nach dem 11. November ist der Dreikönigstag in Zimmern ein weiterer bedeutender Meilenstein zum Auftakt der närrischen Saison. So vollzog sich am Sonntag vor dem Zimmerer Dorfbrunnen, begleitet von Aktiven des Musikvereins, die Teufelweihe. Ohne dieses närrische Ritual fänden auch diesmal die neuen Teufel Leila Kauschinger, Carina Seemann, Sophie Kittler, Marion, Mareik und Annika Zander keine Aufnahme in den Stand der Hästräger der Teufelsbrut.

Daniel Seeh waltete als Narrenpfarrer seines Amtes und sprach die passenden Verse, basierend auf den zwei Elementen Wasser und Feuer. „Es gelte bei den jungen Närrinnen das teuflische Feuer zu entfachten.“ Die Sage um das teuflische Treiben der Köhler mit den Klosterfrauen zu Amtenhausen, auf welche die Teufelsbrut zurückgeht, wurden den Anwärterinnen von Köhler Eckard Keller eingepredigt. Zudem überreichte er symbolisch das Feuer, indem er ihnen das Gesicht schwärzte. Er überprüfte das Lodern in den künftigen Teufeln mit dem Ergebnis: „Das Feuer brennt“. Der Höllenhund ( Patrick Brunner) wusch mit Brunnenwasser die Gesichter des Nachwuchses rein.

Nachdem die neuen Teufel ihre Gründe für den Beitritt zur Teufelsbrut erklärt hatten, konnte Seeh die Weihe vollziehen. Mit dem gemeinsamen Schwur auf den Oberteufel erklärten die Geweihten ihre Zugehörigkeit zur Brut. Vom Oberteufel erhielten die neuen Mitglieder die Teufelsmasken und die für das närrische Treiben erforderlichen Utensilien. Gemeinsam mit den Musikern erklang das Teufellied.

Wortgewaltig entsandte Narrenbolizist Bruno Au die Losverkäufer mit vielen guten Ratschlägen, wie jedes Haus und jede Hütte aufzusuchen, Einlass zu begehren und keine Getränke abzulehnen.

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