Brückenbauten fordern die Gemeinde

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Jutta Freudig
Redakteurin

Der Bau der neuen Donaubrücke bei Hintschingen, das größte Hochbauprojekt der Gemeinde Immendingen im Jahr 2018, ist gut vorangekommen und wird fristgerecht noch Ende November fertiggestellt. Der Neubau erfordert einen Aufwand von 820 000 Euro, wobei die Gemeinde einen Eigenanteil von 320 000 Euro übernehmen muss.

Die Hintschinger Brücke ist jedoch bei weitem nicht die einzige Brückenbaumaßnahme, die sowohl derzeit als auch in naher Zukunft die Immendinger Haushaltspläne prägt. So ist die Gemeinde an der Planung der beiden neuen Brücken im Zuge der Landesstraße 225 beteiligt. Die Weisenbachbrücke in der Hindenburgstraße muss saniert werden. Die Fußgängerbrücke über die Bahn bei Hintschingen ist ebenfalls marode.

Behelfssteg und Kran sind abgebaut

Obwohl sich die wirtschaftliche Lage der Gemeinde Immendingen in den letzten Jahren verbessert hat, schiebt man nach wie vor eine große Welle von notwendigen Unterhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen vor sich her. Das betont Bürgermeister Markus Hugger immer wieder. „Und wenn Brückenbauwerke sanierungsbedürftig sind, dann kann man damit nicht warten,“ so Hugger jüngst im Ortschaftsrat Hattingen. Eine erste der anstehenden Aufgaben in Sachen Brücken wurde 2018 bewältigt: Die Arbeiten an der Hintschinger Donaubrücke sind nahezu erledigt.

Mit dem neuen Donauübergang von der Kreisstraße zum Ortsbereich ehemaliger Hintschinger Bahnhof wurde im April begonnen. Im Juli hat das Bauunternehmen die beiden Hauptträger der Brücke mit einem riesigen Kran auf die Fundamente gesetzt. Während der Bauarbeiten ermöglichte eine Behelfsbrücke, das jenseitige Donauufer zu erreichen. Dieser Steg und der Kran sind nun abgebaut. Der Bauhof und das Gemeindewasserwerk haben bereits die Wasserversorgungsleitung an der neuen Donaubrücke angebracht. Derzeit werden die Uferseiten der Fundamente mit großen Steinen gesichert. Wie geplant, will man die Arbeiten am neuen Übergang, der künftig eine maximale Tragkraft von 60 statt bisher zwölf Tonnen haben wird, im kommenden Monat beenden.

Gemeinde erhofft sich weitere Fördermittel

Besonders dringend bei den noch anstehenden Brückenbauten ist die Sanierung oder der Neubau der momentan nur einseitig befahrbaren Weisenbachbrücke im Zuge der innerörtlichen Hindenburgstraße, die zu den meistbenutzten Übergängen im Gemeindegebiet gehört. Der Gemeinderat hat im Sommer für 65 000 Euro die Planung für das Projekt vergeben, das 2019 fortgeführt wird. Auch hier erhofft sich die Gemeinde Fördermittel.

Neu in die Reihe der Brückenbaumaßnahmen eingereiht hat sich erst vor kurzem die Fußgängerbrücke, die bei Hintschingen über die Bahnlinie führt und die auch zur Überbrückung für wichtige Versorgungsleitungen dient. Für das marode Bauwerk wurden nun ebenfalls erste Planungsarbeiten vergeben.

Noch länger beschäftigen wird die Gemeinde das Großprojekt der Neubauten der Brücken im Zuge der künftigen Landesstraße 225, in dessen Vorfeld derzeit die Bebauungsplanung läuft. Die neuen Brücken ersetzen die drei Übergänge über Donau und Bahn, die in naher Zukunft abgebrochen werden sollen.

Klappt alles wie erhofft, sind die beiden neuen L-225-Brücken gleichzeitig Teil der späteren Umgehung der B 311 und werden vom Bund finanziert.

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