Barrierefreie Bushaltestelle kommt

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 Auf einem Teil des bisherigen Parkplatzes an der Donaustraße soll im kommenden Jahr eine barrierefreie Bushaltestelle entstehen
Auf einem Teil des bisherigen Parkplatzes an der Donaustraße soll im kommenden Jahr eine barrierefreie Bushaltestelle entstehen, die den direkten Umstieg von der Ringzug-Haltestelle Immendingen-Mitte auf die Busse des Öffentlichen Personennahverkehrs ermöglicht. (Foto: Jutta Freudig)
Jutta Freudig
Redakteurin

Eine komplett neue, barrierrefreie Bushaltestelle wird bis zum Fahrplanwechsel im Dezember nächsten Jahres in der Immendinger Ortsmitte entstehen. Zu diesem Zweck werden die zentrale Donaustraße und ihr unmittelbares Umfeld umgebaut. Insgesamt soll das Projekt 120 000 Euro kosten.

Die Bushaltestelle wird auf einem Teil des Parkplatzes in der Donaustraße geschaffen und dient künftig dem direkten Umstieg vom Ringzughalt „Immendingen Mitte“. Am Ende der Donaustraße ist eine Wendeschleife für die Busse geplant, ebenso die Herstellung neuer Stellplätze. Der Aufwand von etwa 120 000 Euro für das Projekt soll im Haushaltsplan der Gemeinde eingestellt werden.

Schüler aus Ippingen und Hintschingen profitieren

„Der Nahverkehrsverbund TUTicket ist auf die Gemeinde zugekommen mit der Anregung, eine weitere Bushaltestelle beim Gasthaus Kreuz zu schaffen“, erklärte Bürgermeister Markus Hugger in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Hintergrund sei die Absicht, kreisweit die Nahverkehrsverbindungen zu überarbeiten und den Nahverkehrsplan im Landkreis zu verbessern. Die erforderlichen Maßnahmen sollen im kommenden Jahr verwirklicht werden, damit bei Inkrafttreten des neuen Fahrplans im Dezember 2019 davon profitiert werden kann. Zu den Plänen gehört laut Hugger auch der Versuch, den Ringzug zu einem „echten Ringzug“ zu machen, was Anschlüsse über Hintschingen und Geisingen bis Donaueschingen angehe.

Die neue Haltestelle an der Donaustraße werde in Zukunft den nahegelegenen Umstieg für die Ringzughaltestelle „Immendingen-Mitte“ bilden, so Hugger. Das betreffe Anschlüsse für aus Richtung Tuttlingen mit dem Ringzug eintreffende Fahrgäste, die Richtung Ippingen/Hintschingen oder Richtung Mauenheim-Hattingen umsteigen. Mit der Andienung der Haltestelle durch die TUTicket-Busse werde ein seitens der Gemeinde mehrfach geäußerter Wunsch erfüllt, der Vorteile vor allem für die Schüler aus Ippingen und Hintschingen bringe, die bisher oft lange Wartezeiten bis zur Weiterfahrt in Kauf nehmen mussten.

Sieben neue öffentliche Parkplätze entstehen

Verwirklicht wird die neue Bushaltestelle auf einem Teil des bisherigen Parkplatzes an der Donaustraße, im Bereich vor der ehemaligen Metzgerei Schuler. Laut Hauptamtsleiter Manuel Stärk schafft die Gemeinde ihre erste barrierefreie Haltestelle mit Hochbord zum einfacheren Besteigen der Busse. Etwa drei der dortigen Stellplätze entfallen durch den Neubau. Am Ende der Donaustraße bei der Einmündung der Fabrikstraße erhalten die Busse eine Wendeschleife. In der dortigen Grünfläche entstehen im Zuge der Maßnahme sieben neue öffentliche Parkplätze.

Die Gemeinderätinnen Zita Merz und Monika Kienzle begrüßten die Schaffung des neuen Haltepunkts. „Das ist gut für die Ippinger Schüler“, so Merz. Für Fahrschüler der Immendinger Schulen bringt die Neuerung keine Veränderungen. Der Gemeinderat befürwortete die Einstellung der mit rund 120 000 Euro bezifferten Investition in den Etat 2019.

Eine finanzielle Beteiligung von TUTicket wird es nicht geben, wie Hugger auf Kienzles Frage betonte. „Öffentlicher Personennahverkehr muss bezahlt werden. Man lässt es sich etwas kosten, wenn man langfristig gute Verbindungen erhalten will“, sagte Hugger.

Info: Ringzug

Seit seiner Einführung im Sommer 2003 hat der Ringzug, der die drei Landkreise Tuttlingen, Rottweil und Schwarzwald-Baar nahverkehrstechnisch verbindet, viele Vorteile für die Gemeinde Immendingen gebracht. Im Gesamtort gibt es bislang drei Ringzug-Haltestellen: Im Bereich Immendingen-Mitte unmittelbar angrenzend an die Donaustraße, am Bahnhof und in Zimmern. Vor allem genutzt wird der Ringzug von Schülern in und aus Richtung Tuttlingen und Kirchtal sowie von Berufstätigen. In Immendingen ist auch das Bahnbetriebswerk des Ringzugs angesiedelt. (jf)

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