Bald Live-Escape-Games im Möbelhaus

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150 Quadratmeter groß ist der Haupt-Spieleraum, der momentan umgebaut wird und in dem bereits erste Brettspiele stattfinden. Lin
150 Quadratmeter groß ist der Haupt-Spieleraum, der momentan umgebaut wird und in dem bereits erste Brettspiele stattfinden. Links sind die Eingänge zu den Live-Escape-Game-Räumen zu sehen. (Foto: Jutta Freudig)
Jutta Freudig
Redakteurin

Bis sich im ehemaligen Möbelhaus an der Immendinger Schwarzwaldstraße die erste Gruppe bei einem Live-Escape-Game mit viel Geschick und Taktik aus der „Bibliothek“ oder dem „Zombieraum“ befreit, wird es noch ein paar Wochen dauern. Dann können auch Kinder einen vergnüglichen Befreiungsversuch aus dem „Pony- oder Einhorn-Anfängerraum“ probieren.

Im großen Spieleraum locken zudem Brettspielabende und futuristische Fantasy-Table-Top-Games. Magnus und Astrid Matz aus Hilzingen, die in Immendingen die Spielewelt „Refugium“ eröffnen wollen, haben jetzt begonnen, die 350 Quadratmeter im Obergeschoss des Ex-Möbelhauses umzubauen und planen im Herbst den offiziellen Start.

Die riesige Fläche des einstigen Möbelhauses, die dem Paar Magnus Matz (34) und Astrid Matz (30) hervorragende Möglichkeiten bietet, befindet sich nach der Genehmigung des Landratsamts für den Innenausbau jetzt in einem Wandel. Schon beim Betreten des 150 Quadratmeter umfassenden Hauptspielesaals lässt sich das Ambiente der neuen Anlage erahnen. Der größte der Live-Escape-Game-Räume ist der Teamraum, der laut Astrid Matz vielleicht einem Grusel- oder Autothema gewidmet wird. Auf der anderen Seite wartet der Anfängerraum, später zuckrig-rosa oder regenbogenfarben mit Pony- oder Einhornthema. „Hier können Kinder sich im Live-Escape-Spiel üben, oder Junggesellen sich zum Abschiedsspaß treffen“, lacht Magnus Matz.

Viel Zeit investiert

Drei weitere Räume sind Live-Escape-Game-Themen gewidmet. Die „Bibliothek“, der „Kunstraub“ und der „Zombie-Raum“. Um die Idee der in der Region einmaligen Live-Escape-Game-Anlage zu realisieren, muss das Betreiberpaar viel Zeit investieren. Magnus Matz ist promovierter Apotheker von Beruf und arbeitet bei einer pharmazeutischen Firma in Singen, seine Frau ist gelernte Krankenschwester und nach einem Aufbaustudium zum Bachelor Gesundheits-Management im Pflegebereich tätig. Sie wird künftig als Betreiberin der Immendinger Einrichtung arbeiten. „Das wird mein Hauptberuf“, sagt sie. Beide haben seit April damit begonnen, ihren Traum von der Anlage zu realisieren. Damals wurde über den Bauantrag im Immendinger Gemeinderat positiv entschieden.

Seit Ende Juli hat das Paar vom Landratsamt Tuttlingen die Genehmigung für den Innenausbau. Für die Außentreppe, die im hinteren Bereich des Gebäudes an der Schwarzwaldstraße 43 ins Obergeschoss führen und die Räume autark machen soll, fehlt aber noch die Bauerlaubnis.

Erste Buchungen eingetroffen

Im Inneren hat sich in der kurzen Zeit dennoch schon viel getan. Die Live-Escape-Game-Räume sind abgetrennt, die Elektroarbeiten, unter anderem für die Beleuchtung und Beschallung der Räume, und die Sanitärarbeiten folgen in den nächsten Wochen. Herzstück der Anlage wird der 150 Quadratmeter große Spieleraum, in dem diese Woche schon die ersten inoffiziellen Brett- und Table-Top-Spiele stattfanden. Erste Buchungen für die Live-Escape-Game-Räume gibt es bereits. „Allerdings mussten wir vorerst zum Beispiel der Firma Daimler absagen, die eine Klausur zur Teambildung buchen wollte“, so Magnus Matz. Offizielle Eröffnung nach Fertigstellung der Gesamtanlage wird voraussichtlich im Herbst sein.

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