Zollernalbkreis stellt digitalen Impfnachweis aus

Kreisbrandmeister und Leiter des Kreisimpfzentrums in Meßstetten Stefan Hermann (links) überreichte gemeinsam mit Landrat Günthe
Kreisbrandmeister und Leiter des Kreisimpfzentrums in Meßstetten Stefan Hermann (links) überreichte gemeinsam mit Landrat Günther-Martin Pauli den ersten digitalen Impfnachweis an Claudia Kaiser, Stationsleitung Gynäkologie und Geburtshilfe beim Zollernalb-Klinikum. (Foto: Zollernalbkreis)
Schwäbische Zeitung

Ab sofort erhalten alle Menschen, die im Kreisimpfzentrum Zollernalb in Meßstetten gegen das Coronavirus geimpft wurden, nach der zweiten Impfung einen digitalen Impfnachweis. Dieser ist eine datenschutzkonforme, sichere, digitale Abbildung des Impfstatus.

Ergänzend zu dem gelben Impfausweis – das amtliche Dokument in Deutschland – bekommen die Bürger die Impfbestätigung in Form einer Scheckkarte ausgehändigt. Diese wird direkt vor Ort im Kreisimpfzentrum in Meßstetten ausgestellt, erläutert das Landratsamt Zollernalb in einer Pressemitteilung. „Auf der Karte befindet sich ein QR-Code, der codiert und digital lesbar ist wie zum Beispiel über das Smartphone“, erklärt Stefan Hermann, Leiter des Kreisimpfzentrums. „So haben die Bürger ihren Impfnachweis immer mobil parat“. Nur die geimpfte Person verfügt über den QR-Code. Es gibt keinen zentralen Speicherort.

Die Idee hierzu erreichte Landrat Günther-Martin Pauli von seinem Vorgänger Altlandrat Heinrich Haasis und nahm direkt Kontakt zu seinem Landratskollegen im bayrischen Landkreis Altötting Erwin Schneider auf. Die Landkreisverwaltung in Altötting hat den digitalen Impfnachweis vor rund einem Monat eingeführt. Für die Verantwortlichen im Landratsamt Zollernalbkreis stand schnell fest, dass es zu dem herkömmlichen gelben Impfausweis eine sinnvolle, digitale Ergänzung bedarf. „Mit dieser Lösung können unsere Mitbürger jederzeit schnell und einfach nachweisen, dass sie geimpft sind“, so Landrat Pauli. Der Zollernalbkreis ist der erste Landkreis in Baden-Württemberg, der einen entsprechenden digitalen Nachweis bereitstellt. Für die Zukunft ist geplant, dass dieser als elektronisches Dokument auf dem Smartphone gespeichert werden kann.

Die Technologie kommt von der Kölner Firma Ubirch in Kooperation mit govdigital eG. Die vor Ort erfassten Daten zur Person und der Impfung werden von Ubirch kryptografisch signiert und anonymisiert als unveränderbarer Nachweis in mehreren Blockchains hinterlegt. Durch die digitale Signatur des Kreisimpfzentrums in Meßstetten werde die Integrität und Authentizität sichergestellt und überprüfbar, heißt es in der Mitteilung des Landratsamts. Daten würden dabei nicht übertragen. Die Lösung sei DSGVO-konform und entspreche höchsten Datenschutzanforderungen.

Bürger, die bereits die zweifache Impfung im Kreisimpfzentrum in Meßstetten erhalten haben, können sich nachträglich den digitalen Impfnachweis ausstellen lassen. Interessierte können von Sonntag bis Dienstag zwischen 11 und 13 Uhr in das Kreisimpfzentrum nach Meßstetten kommen. Dort wird ihnen die Impfbestätigung ausgehändigt. Mitzubringen sind der gelbe Impfausweis sowie der Personalausweis.

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